Therapie bei Muskel- und Gelenkschmerz (Rheuma)

Hinter dem Begriff Rheuma verbergen sich zahlreiche rheumatische Krankheitsbilder, die eine unterschiedliche Therapie nach sich ziehen. Ein Ziel steht allerdings auf jedem Behandlungsplan: die Schmerzen zu bekämpfen.

Massage © Thinkstock
Man setzt bei Rheuma beispielsweise schmerzwirksame Mittel zum Einnehmen oder Einreiben als Therapie ein. Die Wirksamkeit bei lokal auf die Haut – also topisch – aufgetragenen Salben und Cremes ist allerdings nicht sicher nachgewiesen und wird meistens mit dem Placeboeffekt gleichgesetzt. Grund dafür ist, dass die Haut nur in bestimmten Fällen Stoffe hindurch lässt. Dazu zählen Medikamente, die über ein TTS (transdermales therapeutisches System), also ein spezielles Pflaster aufgetragen werden. 

In vielen Fällen helfen wärme- und durchblutungsfördernde Mittel sowie eine Wärmetherapie mit Fango oder Rheumabäder gegen Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen.

Bei entzündlichen Prozessen können sich die Beschwerden dadurch jedoch verschlimmern. Deshalb ist es bei Rheuma wichtig, dass die Diagnose Ihrer Erkrankung von einem Arzt gestellt wird. Manche Krankheitsbilder können selbst behandelt werden, andere erfordern eine Therapie unter ärztlicher Kontrolle. Dies trifft vor allem bei entzündlichen Erkrankungen und bei Gicht zu.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie starke oder ständig Schmerzen haben
  • die Bewegung stark eingeschränkt ist
  • während einer Gelenkerkrankung Fieber dazukommt
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man manche Rheumaformen nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Doch auch dann gibt es einiges zu beachten.

Wärme oder Kälte bei Rheuma?

Rheuma kann sowohl mit Wärme als auch mit Kälte behandelt werden. Kälte als Therapie hilft, wenn die Gelenke akut entzündet sind. Die betroffenen Körperstellen sind warm, gerötet und geschwollen. Zur lokalen Therapie eignen sich kühlende Kompressen. Wärmeanwendungen fördern die Durchblutung der betroffenen Körperregion und dämpfen dadurch Schmerzen. Wärmende oder durchblutungsfördernde Mittel helfen bei chronischen und verschleißbedingten Gelenkveränderungen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Therapie mit mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Manche Mittel eignen sich nur für den kurzzeitigen Gebrauch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.11.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Röther, PD Dr. E./Röther, Dr. J./Peter, Prof. Dr. H. H. (2012): Kriterien zur Diagnose und Klassifikation rheumatischer Erkrankungen (http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Empfehlungen/61798_kriterien_zur_diagnose_und_klassifikation_rheumatischer_erkrankungen.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Was ist Rheuma (http://dgrh.de/wasistrheuma.html)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)