Sport bei Muskel- und Gelenkschmerz (Rheuma)

Die beste Voraussetzung für einen gesunden Bewegungsapparat ist eine kräftige Muskulatur. Das bedeutet, Sport und Bewegung helfen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen (Rheuma) vorzubeugen.

Seniorin beim Schwimmen © Thinkstock
Sport sorgt nicht nur für kräftige Muskeln, sondern verbessert auch die Nährstoffversorgung des Knorpels. Beides tut den Gelenken gut und wirkt Rheuma entgegen. Aber Vorsicht: Zu starke Belastungen beim Sport können schädlich sein.

Geeignete Sportarten bei Muskel- und Gelenkschmerzen

Welcher Sport für Sie am besten geeignet ist, hängt von den Ursachen Ihrer Beschwerden und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Sie sollten mit Ihrem Arzt besprechen, welche Belastung bei Ihrer Erkrankung ratsam ist, und welche Bewegungen sie bei Rheuma problemlos durchführen können.

Generell lässt sich sagen, dass Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball sowie Squash oder Tennis für Menschen mit Rheuma meist weniger gut geeignet sind. Denn bei all diesen Disziplinen belasten plötzliches Beschleunigen und Abbremsen und abrupte Bewegungen beim Sport die Gelenke.

Als Sport bei Rheuma meist gut geeignet ist Schwimmen. Der Auftrieb des Wassers trägt den Körper und belastet die Gelenke weniger. Bei Rückenschmerzen ist Rückenschwimmen und Kraulen ratsamer als Brustschwimmen. Brustschwimmen belastet die Halswirbelsäule besonders.

Joggen, schnelles Gehen, Wandern oder Nordic Walking sind ebenfalls Sportarten, die bei Rheuma gut ausgeführt werden können. Man sollte den Sport jedoch nicht auf hartem Untergrund wie Asphalt ausüben, sondern auf Feldwegen oder im Wald, um die Gelenke zusätzlich zu schonen.

Sehr gut als Sport bei Rheuma geeignet ist das Tanzen. Es enthält viele abwechslungsreiche Bewegungsabläufe, kräftigt die Muskulatur und verbessert die Koordinationsfähigkeit. Einseitige Überbelastungen sind kaum zu finden.

Krafttraining kräftigt gezielt die Muskulatur und kann sehr wirksam gegen Rheuma sein. Das Training sollte jedoch immer unter der Aufsicht eines ausgebildeten Trainers oder Physiotherapeuten stattfinden. Sonst sind Überlastungen und das Verletzungsrisiko hoch.

Krankengymnastik bei Rheuma

Was auch die Ursache für Ihr Rheuma ist: Krankengymnastik ist nie falsch. Denn: Hier sucht ein Physiotherapeut gezielt Übungen aus, die auf Ihr Beschwerdebild abgestimmt sind. Dosiertes Krafttraining stärkt die Muskulatur, damit sie den Anforderungen des Alltags mit Rheuma gewachsen ist. Die Übungen verbessern zudem die Durchblutung und lösen Verspannungen. So werden Schmerzen und Funktionsstörungen behandelt.

Mit Bewegungsbädern gegen Rheuma

Bei starken Schmerzen in den Gelenken sind Bewegungsbäder ratsam. Denn die Auftriebskraft des Wassers entlastet die Gelenke. Stehen, Gehen und das Ausüben von Sport ist im Wasser weniger schmerzintensiv. Ohne die Schmerzen ist es leichter, das Gefühl für die richtige Haltung wiederzuerlangen und sie einzuüben.

Bewegung im Alltag: Gut gegen Muskel- und Gelenkschmerzen

Sie können auch in Bewegung bleiben, ohne regelmäßig einen bestimmten Sport auszuüben. Denn Bewegung lässt sich gut in den Alltag integrieren. Schon wer die Treppe statt des Aufzugs nimmt oder kleinere Entfernungen mit dem Fahrrad zurücklegt, kräftigt die Muskulatur und hält seinen Körper fit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.11.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Röther, PD Dr. E./Röther, Dr. J./Peter, Prof. Dr. H. H. (2012): Kriterien zur Diagnose und Klassifikation rheumatischer Erkrankungen (http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Empfehlungen/61798_kriterien_zur_diagnose_und_klassifikation_rheumatischer_erkrankungen.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Was ist Rheuma (http://dgrh.de/wasistrheuma.html)
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