Diagnostik bei Muskel- und Gelenkschmerzen (Rheuma)

Die Ursachen für Muskel- und Gelenkschmerzen sind vielfältig. Gerade deshalb ist eine genaue Diagnose sehr wichtig – nur so kann die richtige Therapie gefunden werden.

Ärztin untersucht Knie von Patientin © iStock
Wie wichtig die richtige Diagnose bei Muskel- und Gelenkschmerzen ist, sieht man an diesem Beispiel: Grundsätzlich hilft eine Wärmetherapie bei vielen Arten von Rheuma. Bei einer infektiösen Arthritis oder anderen entzündlichen und infektiösen Erkrankungen kann Wärme allerdings die Schmerzen verschlimmern. Deshalb sollte bei Rheuma immer ein Arzt die Diagnose stellen. Sind verspannte Muskeln Ursache für Muskelschmerzen, so erkennt der Arzt dies häufig schon bei der körperlichen Untersuchung. Dann sind die betroffenen Muskeln verhärtet und stark angespannt.

Laboruntersuchungen und bildgebende Verfahren zur Diagnostik bei Muskel- und Gelenkschmerzen

Viele Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis diagnostiziert der Arzt anhand des Blutbilds. Bei diesen Erkrankungen zeigen sich auffällige Werte. Hierzu gehören die Entzündungsproteine, Rheumafaktoren und spezielle immunologische Untersuchungen. Beispielsweise kann man bei einer Borreliose bestimmte Antikörper nachweisen und bei Gicht ist die Harnsäurekonzentration im Blut erhöht.  

Zur weiteren Diagnostik von Rheuma stehen bildgebende Verfahren zur Verfügung. Diese machen Veränderungen in den Gelenken sichtbar. Während auf einem Röntgenbild nur die Knochen abgebildet werden, zeigen die Computertomografie (CT) und die Magnetresonanztomografie (MRT) auch Schädigungen von Weichteilen, Nerven und der Muskulatur, die bei Rheuma ebenfalls betroffen sein können. Eine Szintigrafie wird zur Diagnose bei Verdacht auf rheumatoide Arthritis eingesetzt. Dabei wird eine leicht radioaktive Substanz ins Blut gespritzt, die sich in entzündeten Gelenken anreichert. Eine spezielle Kamera macht die Verteilung der radioaktiven Teilchen sichtbar.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.05.2018
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.: Online unter www.rheuma-liga.de, Stand: 23.05.2018.
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.v.. DGRh Leitnlinien (federführend). Online unter: www.dgrh.de, Stand: 23.05.2018.
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