Muskel- und Gelenkschmerz (Rheuma)

Viele Menschen leiden unter Muskel- und Gelenkschmerzen auch Rheuma genannt. Der Begriff Rheuma wird oft falsch verwendet und mit rheumatoider Arthritis gleichgesetzt. Rheuma ist jedoch ein Sammelbegriff und bezeichnet alle Erkrankungen des Bewegungsapparats außer Verletzungen und Krebs.

Frau hält sich den Ellenbogen © Thinkstock
Nicht nur die Gelenke, auch das Bindegewebe und die Muskeln können erkranken. Mittlerweile sind zirka 450 verschiedene rheumatoide Erkrankungen bekannt. Die Krankheitsbilder können in vier Gruppen unterteilt werden. Man unterscheidet zwischen Arthrose, Arthritis, Gicht und Weichteilrheumatismus. Der Begriff Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt reißen oder fließen. Gemeint sind die reißenden, fließenden Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen, die durch Rheuma verursacht werden.

Ursachen für Rheuma

Die Ursachen für Muskel- und Gelenkschmerzen sind vielfältig. Während bei Arthritis und Weichteilrheumatismus meist Infektionen oder Autoimmunreaktionen die Auslöser der Schmerzen sind, wird Arthrose durch Abnutzungen im Alter und bei starker Beanspruchung hervorgerufen. Bei Gicht sind Ablagerungen in den Gelenken für die Schmerzen und Verformungen verantwortlich.

Darüber hinaus spielen bei Muskelschmerzen oft Verspannungen eine Rolle. Besonders Rückenschmerzen werden häufig von Verspannungen der Muskulatur ausgelöst. Diese entstehen durch Fehlhaltungen, zu starke Belastung, Übergewicht, Bewegungsmangel, psychische Belastungen oder zu schwache Bauch- und Rückenmuskeln.

Therapie bei Rheuma

Die Therapiemöglichkeiten bei Muskel- und Gelenkschmerzen sind so vielfältig, wie die Ursachen. Um Schmerzen zu lindern, werden beispielsweise Schmerzmittel oder durchblutungsfördernde, wärmende Einreibungen eingesetzt. Auch Wärmetherapien – mit Fangopackungen oder Rheumabädern – können die Schmerzen bei Rheuma lindern. Elektrotherapien und Massagen sowie pflanzliche Mittel eignen sich ebenfalls zur Therapie von rheumatischen Erkrankungen.

Bevor mit einer Therapie begonnen werden kann, sollte jedoch ein Arzt die Diagnose stellen. Denn bei akuten Entzündungen können Wärmetherapien beispielsweise die Schmerzen noch verstärken, dann und ist eine Kältetherapie ist sinnvoll.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.11.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Röther, PD Dr. E./Röther, Dr. J./Peter, Prof. Dr. H. H. (2012): Kriterien zur Diagnose und Klassifikation rheumatischer Erkrankungen (http://dgrh.de/fileadmin/media/Praxis___Klinik/Therapie-Empfehlungen/61798_kriterien_zur_diagnose_und_klassifikation_rheumatischer_erkrankungen.pdf)
  • Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie: Was ist Rheuma (http://dgrh.de/wasistrheuma.html)
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