Ursachen und Risikofaktoren des Mundschleimhauttumors

Hauptursachen für einen Mundschleimhauttumor (Mundschleimhautkarzinom) sind regelmäßiger Tabak- und Alkoholkonsum. Diese beiden Faktoren erhöhen das Risiko, einen Tumor in der Mundhöhle zu bekommen, um das Sechsfache.

Besonders gefährlich ist die Kombination aus beidem: Wer stark raucht und regelmäßig Alkohol trinkt, hat ein bis zu 30-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko. Insgesamt gilt: Je länger man Tabak oder Alkohol konsumiert, desto wahrscheinlicher ist die Entstehung eines Mundschleimhauttumors. Vor allem filterlose oder starke Zigaretten sowie hochprozentiger Alkohol wie Schnaps steigern das Risiko erheblich.

Weitere Risikofaktoren: schlechte Mundhygiene, einseitige Ernährung und HPV

Weitere Risikofaktoren für Mundschleimhauttumoren sind zum Beispiel eine schlechte Mundhygiene oder chronisch wunde Stellen im Bereich der Mundschleimhaut, die durch scharfe Zahn- oder Prothesenkanten entstehen können. Auch eine einseitige Ernährung – beispielsweise übermäßiger Fleischkonsum und zu wenig Obst und Gemüse – kann die Entwicklung eines Mundschleimhauttumors begünstigen. Humane Papillomaviren (HPV), die auch Gebärmutterhalskrebs oder Analkrebs verursachen, werden ebenfalls mit der Entstehung von Tumoren in der Mundhöhle in Verbindung gebracht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 14.06.2018
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (2012): Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms“
  • Deutsche Krebsgesellschaft: Kopf-Hals-Tumoren – Ursachen und Risikofaktoren (http://www.krebsgesellschaft.de/pat_ka_kopf_hals_tumor_ursache,108200.html)
  • Deutsche Krebshilfe: Krebs im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich (http://www.krebshilfe.de/fileadmin/Inhalte/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/012_mund_kiefer.pdf)
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