Mundschleimhautentzündung (Stomatitis) und Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

Die Mundschleimhaut (Mukosa) kleidet die gesamte Mundhöhle aus und ist je nach Region im Mund unterschiedlich in Aussehen und Elastizität. Bei einer Mundschleimhautentzündung kann somit die gesamte Mundhöhle betroffen sein.

Zahnerkrankungen Zahnarzt Spiegel © Thinkstock
Die Mediziner bezeichnen dieses Krankheitsbild als Stomatitis. Entzündungen können auch auf kleine Stellen begrenzt bleiben, hier spricht man von Aphthen.

Bei den Zahnreihen geht die bewegliche Mundschleimhaut in das feste Zahnfleisch (Gingiva) über. Auch dort können Entzündungen auftreten. Eine Zahnfleischentzündung wird in der Fachsprache als Gingivitis bezeichnet.

Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündung: Gleiche Ursachen – unterschiedliche Symptome

Beide Erkrankungen können durch mangelnde Mundhygiene, Infektionen, Verletzungen oder einseitige Ernährung ausgelöst werden. Aber auch weitere Faktoren kommen als Ursachen für eine Mundschleimhaut- oder Zahnfleischentzündung infrage.

Gingivitis und Stomatitis unterscheiden sich leicht in ihrer Symptomatik. Schwellungen, Rötungen und Schmerzen treten bei beiden Erkrankungen auf. Bei der Mundschleimhautentzündung kommt es zusätzlich häufig zu Brennen und Mundgeruch. Eine Rückbildung des Zahnfleischs oder Zahnfleischwucherungen entstehen bei der Zahnfleischentzündung.

Therapie und Mundhygiene bei Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündung

Leichtere Mundschleimhautentzündungen oder Zahnfleischentzündungen können meist selbst behandelt werden – besonders wenn sie auf kleine Stellen begrenzt bleiben (Aphthen). Zur Therapie eignen sich sogenannte Antiseptika, also desinfizierende Mittel. Diese töten die Keime ab, die die Entzündung verursachen. Treten Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen jedoch gehäuft auf, sollte ein Arzt die Ursache abklären.

Auch einige pflanzliche Mittel, etwa mit Kamille, Salbei oder Rhabarber, können antientzündlich und keimabtötend wirken. Viele der Naturheilmittel enthalten zusätzlich ätherische Öle. Sie wirken Mundgeruch entgegen.

Am besten ist es aber, es gar nicht erst zu einer Mundschleimhaut- oder Zahnfleischentzündung kommen zu lassen. Der beste Schutz ist eine sorgfältige Mundhygiene. Zähne, Zahnzwischenräume und eventuell vorhandene Prothesen sollten jeden Tag gründlich gereinigt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.02.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, vitanet;
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