Therapie bei Mundgeruch

Wenn Mundgeruch längere Zeit anhält, sollte die Ursache von einem Arzt oder Zahnarzt abgeklärt werden.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • der Mundgeruch ohne erkennbare Ursache auftritt,
  • Sie neben Mundgeruch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt haben,
  • gleichzeitig Erkältungssymptome auftreten,
  • Entzündungen in der Mundhöhle vorliegen.

Tägliche Zahnpflege hilft

Durch tägliche Zahnpflege können Sie Bakterienbelägen entgegenwirken. Zähneputzen und der Einsatz von Zahnseide sind dabei unerlässlich. Denken Sie auch daran, verbrauchte Zahnbürsten auszutauschen. Mindestens sechs Zahnbürsten werden pro Jahr bei täglicher Zahnpflege verschlissen. Laut Statistik verwendet jeder erwachsene Deutsche jährlich jedoch nur ein bis zwei Zahnbürsten. Zusätzlich zur Zahnpflege eignen sich bei Mundgeruch desinfizierende Mundwässer oder -spülungen.

Beläge auf der Zunge können durch einen Zungenschaber entfernt werden.

Behandlung mit geruchshemmenden Mitteln

Bei bestehendem Mundgeruch oder vorbeugend beim Verzehr geruchsintensiver Speisen eignen sich geruchshemmende (desodorierende) Mittel. Hier hat sich der Einsatz chlorophyll-haltiger Dragees bewährt. Chlorophyllin ist ein Abkömmling des Chlorophylls, des natürlichen Blattgrüns, und wird halbsynthetisch hergestellt.

Ein bis drei Dragees sollten mit ausreichend Flüssigkeit am besten zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Daneben gibt es auch Dragees, die durch aktiven Sauerstoff wirken. Übel riechende Verbindungen werden dadurch in geruchsneutrale Stoffe umgewandelt. Zusätze von Menthol oder Minzöl sorgen für ein angenehmes Frischegefühl.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung mehrerer Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Mittel zur Bekämpfung von Mundgeruch sind im Allgemeinen gut verträglich. Angaben zu den einzelnen Produkten enthält der Beipackzettel. Manche Mittel eignen sich nur für den kurzzeitigen Gebrauch. Bei konkreten Fragen und individuellen Problemen berät Sie Ihre Apotheke.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.10.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, vitanet.de;
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