Diagnostik bei einer Infektion oder Besiedlung mit MRSA

Je nach Ort der Besiedlung beziehungsweise Infektion lassen sich MRSA auf der Haut, den Schleimhäuten des Nasen-Rachen-Raums, unter den Achseln, am Haaransatz oder in der Leiste nachweisen. Auch in Stuhl, Blut oder Urin können die Bakterien häufig gefunden werden. Ist es zu einer Wundinfektion gekommen, ist MRSA in der Wunde nachweisbar.

Mit Abstrich und Laboruntersuchung zur Diagnose MRSA

Um die Diagnose MRSA zu sichern, beziehungswiese eine Besiedlung mit dem Keim bestätigen oder ausschließen zu können, ist eine mikrobiologische Untersuchung im Labor nötig. Dazu wird entweder an einer der zuvor genannten Stellen mithilfe eines Wattetupfers ein Abstrich durchgeführt oder Blut für eine Blutkultur abgenommen. In einem Labor kann anschließend durch einen Kulturnachweis oder genotypische Nachweismethoden festgestellt werden, ob MRSA vorliegen oder nicht. Wichtig für die Diagnose einer Infektion durch MRSA ist, dass sowohl die Bakterienspezies Staphylococcus aureus als auch deren Antibiotikaresistenzen sicher nachgewiesen werden können.

Stellung einer Diagnose nicht nur bei Infektion

Nicht nur, wenn eine Infektion vorliegt, wird in Krankenhäusern auf MRSA getestet. Um das Problem einer weiteren Ausbreitung des multiresistenten Bakteriums einzudämmen, sind Kliniken dazu übergegangen, auch Patienten auf den Erreger zu testen, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen oder die auf eine Intensivstation aufgenommen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 28.01.2015
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Staphylokokken-Erkrankungen, insbesondere Infektionen durch MRSA: RKI-Ratgeber für Ärzte (2009): http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Staphylokokken_MRSA.html?nn=2386228
  • Staphylokokken-Erkrankungen, insbesondere Infektionen durch MRSA: RKI-Ratgeber für Ärzte (2009): http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Staphylokokken_MRSA.html?nn=2386228
  • Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) (2012): http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-methicillin-resistenten-staphylococcus-aureus-mrsa.pdf
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