Operationen bei Morbus Parkinson: Stereotaktische strukturelle Ausschaltung

Ziel eines solchen stereotaktischen Eingriffs ist die Besserung der Parkinson-Symptome. Zunächst war dies vor allem für den Tremor beabsichtigt, aber auch die Bradykinese, der Rigor und Dyskinesien können mit einer solchen Behandlung gebessert werden. Je nach Zielort des Eingriffs können die Symptome unterschiedlich stark gebessert werden. Bei der stereotaktischen strukturellen Ausschaltung werden Hirnzellen durch Hitze unwiderbringlich geschädigt. Dabei wird über ein kleines Bohrloch im Schädel mit Hilfe eines Zielgerätes eine Sonde an eine genau vorausberechnete Stelle im Gehirn platziert. Der Eingriff erfolgt nur mit einer lokalen Betäubung am Kopf, da das Gehirn selbst schmerzunempfindlich ist und man während des Eingriffs die optimale Stelle nur dann finden kann, wenn der Behandelte wach ist.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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