Operationen bei Morbus Parkinson: Stereotaktische strukturelle Ausschaltung

Ziel eines solchen stereotaktischen Eingriffs ist die Besserung der Parkinson-Symptome. Zunächst war dies vor allem für den Tremor beabsichtigt, aber auch die Bradykinese, der Rigor und Dyskinesien lassen sich mit einer solchen Behandlung bessern. Je nach Zielort des Eingriffs können die Symptome unterschiedlich stark gelindert werden.

Hirnzellen werden durch Hitze geschädigt

Bei der stereotaktischen strukturellen Ausschaltung werden Hirnzellen durch Hitze unwiederbringlich geschädigt. Dabei wird über ein kleines Bohrloch im Schädel mithilfe eines Zielgeräts eine Sonde an eine genau vorausberechnete Stelle im Gehirn platziert. Der Eingriff erfolgt nur mit einer lokalen Betäubung am Kopf, da das Gehirn selbst schmerzunempfindlich ist. Außerdem lässt sich während des Eingriffs die optimale Stelle nur dann finden, wenn der Patient wach ist.  

Diese läsionellen (verletzenden) Verfahren werden seit der Einführung der tiefen Hirnstimulation allerdings nur noch selten und nur bei bestimmten Indikationen angewandt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
  • http://www.parkinson-vereinigung.de/#!die-krankheit