Operationen bei Morbus Parkinson: Hochfrequenzstimulation

Die Hochfrequenzstimulation ist eine weitere Operation bei Morbus Parkinson (Schüttellähmung) und erfolgt operativ wie das zuvor erläuterte Verfahren. Anstatt des Zerstörens von Hirngewebe werden über eine Elektrode die entsprechenden Stellen im Gehirn hochfrequent dauerhaft gereizt und dadurch funktionell ebenfalls ausgeschaltet. Die Batterie des Neurostimulators hält drei bis fünf Jahre und muss dann in einer neuen kleinen Operation gewechselt werden. Das eingesetzte System ist gegenüber elektromagnetischen Störfeldern anfällig, das heißt Betroffene müssen zum Beispiel Handys oder auch Sicherheitsprüfgeräte in Flughäfen meiden.

In einer Langzeitstudie koordiniert über das Kompetenznetz Parkinson werden derzeit die Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Nucleus-subthalamicus-Stimulation im Vergleich zur medikamentösen Behandlung untersucht.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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