Medikamente gegen Morbus Parkinson: MAO-B-Hemmer

MAO-B-Hemmer blockieren ein Enzym, das das Dopamin abbaut – die Monoaminooxydase-B (MAO-B). Dadurch wird Dopamin im Gehirn angereichert, obwohl weiterhin grundsätzlich der Mangel besteht. Selegilin und Rasagilin sind selektive MAO-B-Hemmer.

MAO-B-Hemmer nicht abends einnehmen

Die Wirkung und auch die Nebenwirkungen des Arzneimittels bei Morbus Parkinson (Schüttellähmung) sind ähnlich denen des L-Dopa. Allerdings treten auch Müdigkeit und Benommenheit, Kopfschmerzen und Hauterscheinungen unter diesem Medikament auf. Zudem wirkt ein Präparat dieser Art gering antriebssteigernd, was zu einer Schlafbeeinträchtigung führen kann. Deshalb sollten Patienten es nicht abends einnehmen.  

Normalerweise hemmen MAO-Hemmer die Enzyme zum Abbau von Aminen, wodurch es zum Anhäufen von schädlichen Aminen im Körper kommen kann. Da es sich bei Selegilin und Rasagilin um reine MAO-B-Hemmer handelt, die fast ausnahmslos nur den Dopaminabbau beeinflussen, sind keine diätetischen Maßnahmen notwendig, die sonst bei nicht selektiven MAO-Hemmern empfohlen werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002