Medikamente gegen Morbus Parkinson: COMT-Hemmer

Ein zweiter Abbauweg für das L-Dopa beziehungsweise Dopamin ist das Enzym Catechol-O-Methyl-Transferase (COMT). Hemmstoffe der COMT führen zu einem geringeren Abbau von aktivem L-Dopa.

Entacapon ist gut verträglich

In Deutschland ist Entacapon für Betroffene mit motorischen Fluktuationen zugelassen. Die meisten Betroffenen vertragen das Präparat gut. Es verbessert bei gleichzeitiger L-Dopa-Gabe die gleichmäßigere Abgabe von L-Dopa ins Gehirn. Dadurch verbessert es die Wirksamkeit von L-Dopa. Entacapon wird vor allem dann eingesetzt, wenn durch andere Parkinson-Medikamente eine gleichmäßige Beweglichkeit nicht mehr aufrechterhalten werden kann.

Es kann unter Gabe dieses Medikaments verstärkt zu Durchfällen kommen, die sich manchmal erst nach längerer Zeit entwickeln. Die Farbe des Präparats kann zudem zu einer Orangefärbung des Harns führen, die allerdings keinen Krankheitswert hat.

Tolcapon nur bei intakter Leberfunktion einsetzen

Des Weiteren ist in Deutschland auch der COMT-Hemmer Tolcapon zugelassen. Das Medikament sollte jedoch nur bei intakter Leberfunktion und unter Leberwertkontrolle eingesetzt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
  • http://www.parkinson-vereinigung.de/#!die-krankheit