Medikamente gegen Morbus Parkinson: Anticholinergika

Anticholinergika waren die als erstes eingesetzten Medikamente bei der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung), sie haben heutzutage nur noch eingeschränkt eine Bedeutung in der Therapie. Sie werden vor allem gegen den Tremor eingesetzt, oder wenn vegetative Störungen wie starkes Schwitzen auftreten.

Anticholinergika hemmen den Nervenbotenstoff Acetylcholin, der durch den Dopaminmangel bei der Parkinson-Krankheit ein relatives Übergewicht hat. Da durch diese Wirkweise auch verstärkt unangenehme Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Harnverhalt, Darmträgheit und auch ein erhöhter Augeninnendruck auftreten können, ist ihre Anwendung eingeschränkt. Sie werden vor allem in niedriger Dosierung gegeben. Bei älteren Menschen mit zusätzlicher Demenz sollten Anticholinergika wegen der Beeinträchtigung des Denkens und der Wahrnehmung nicht eingesetzt werden.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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