Therapie bei Morbus Parkinson: Ergotherapie

Durch ergotherapeutische Übungen und Hilfsmittel soll für die Betroffenen die größtmögliche Selbständigkeit im Alltag erhalten werden. Dabei ist es wichtig, die ergotherapeutischen Maßnahmen ganz auf die Beeinträchtigungen der jeweiligen Person abzustimmen. Trotz allem sollen sie den Betroffenen auch Freude bereiten und nicht eine Überforderung darstellen. Bezugspersonen sollten bei den Betrachtungen mit einbezogen werden.

Übungen, die die alltäglichen Lebensaktivitäten umfassen

Die Übungen umfassen vor allen Dingen die alltäglichen Lebensaktivitäten wie Körperpflege und Ankleiden, Haushaltsversorgung inklusive selbständigem Essen. So steht die Erhaltung der Handgeschicklichkeit ganz im Vordergrund, die bei Morbus Parkinson (Schüttellähmung) abnimmt. Die Drehbewegung der Hände kann geübt werden. Bei weiteren Fingerübungen, die zum Teil der Geschicklichkeit, aber zusätzlich auch der Muskelkräftigung dienen, kann der Betroffene bei manchen Übungen mit oder ohne Therapieknete üben.

Schreib- und Zeichenübungen können auf mit Hilfslinien versehenem Schreibpapier gemacht werden. Es unterstützt Parkinson-Kranke dabei, Buchstaben wirklich gleichmäßig groß zu schreiben und nicht zum Zeilenende hin wesentlich kleiner zu werden. Entweder kann mit Druckschrift, aber sofern möglich auch mit Schreibschrift gearbeitet werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002