Symptome bei Morbus Parkinson: Tremor (Zittern)

Bei über der Hälfte aller Parkinson-Kranken ist der Tremor, das Zittern, das erste und auffälligste Symptom. Meistens beginnt es auf einer Körperseite in der Hand oder im Arm. Besonders sichtbar ist das Zittern, wenn der entsprechende Arm oder die Hand ruht, man spricht deshalb auch von einem Ruhetremor. Im Schlaf ist das Zittern nicht sichtbar. Bei manchen Betroffenen hält der Ruhetremor über Jahre an, ohne dass weitere parkinson-typische Symptome hinzukommen.

Ruhetremor beeinträchtigt weniger als Halte- und Aktionstremor

Sowohl bei geistiger als auch bei psychischer Anspannung wird der Ruhetremor grober. Damit wird er letztlich auch für Betroffene und Umwelt sichtbarer. Bei willkürlicher Anspannung der Muskulatur nimmt der Ruhetremor ab, insofern behindert er den Betroffenen weniger als ein Haltetremor. Auch kann bei der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) ein Aktionstremor auftreten. Diese beiden Formen des Zitterns treten wie die Namen schon sagen, entweder beim Halten von etwas oder bei einer Bewegung auf. Sie beeinträchtigen den Betroffenen bei seinen alltäglichen Funktionen viel mehr als ein Ruhetremor.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002