Symptome bei Morbus Parkinson: Unbeweglichkeit (Akinese)

Ein wichtiges Hauptsymptom der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) ist die Unbeweglichkeit, Akinese genannt. Man spricht von einer Akinese, wenn eine vollständige Bewegungsunfähigkeit besteht.

Hypokinese bedeutet, dass die Bewegungen kleiner als gewöhnlich ausfallen und Bradykinese, dass sich die Bewegungsabläufe verlangsamen. Besteht die Verdachtsdiagnose Parkinson, müssen das Symptom Akinese sowie mindestens ein weiteres der Symptome Ruhetremor (Zittern), Rigor (Muskelsteifheit) oder postulare Instabilität (Haltungsstörung) bestehen.

Verlangsamte und verminderte Bewegungen

Eigentlich sind bei Parkinson-Patienten vor allem verlangsamte und verminderte Bewegungen zu beobachten und selten eine vollständige Bewegungsunfähigkeit. Die Unbeweglichkeit stellt für den Betroffenen meistens die stärkste Beeinträchtigung dar:
  • Die feinen Bewegungen sind bei Menschen mit Morbus Parkinson deutlich verlangsamt, sie können Drehbewegungen nicht mehr problemlos durchführen, zum Beispiel beim Eindrehen einer Glühbirne oder beim Tippen mit dem Zeigefinger.
  • Oft tritt eine Schreibstörung auf: Die ersten Buchstaben werden noch normal groß geschrieben, verkleinern sich aber zum Satzende hin. Man nennt das Mikrographie.
  • Betroffene entwickeln zudem eine Verarmung der spontanen Mimik (Hypomimie). Das Gesicht erscheint unbeweglich und ausdruckslos, fast maskenartig.
  • Typisch ist zudem eine verstärkte Talgproduktion, die das Gesicht salbenartig aussehen lässt.
  • Oft ist die Hypomimie ungleichmäßig ausgeprägt, der offenstehende Mund führt gemeinsam mit den Schluckstörungen zu einem verstärkten Speichelfluss.
  • Leise Sprache (Hypophonie): Das Sprechen ist erst im Verlauf beeinträchtigt, die Sprache wird leiser und rauher, insgesamt monoton.
  • Verwaschene Sprache (Dysarthrie): Im Verlauf kann die Sprache sehr verwaschen und dadurch schwer verständlich werden. Der Sprechablauf kann zunächst blockiert sein, Betroffene beschleunigen dann enorm, nachdem sie erst einmal angefangen haben zu sprechen. Der Sprechablauf kann zudem durch den vermehrten Speichelfluss behindert sein.


Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
  • http://www.parkinson-vereinigung.de/#!die-krankheit
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