Symptome bei Morbus Parkinson: Muskelsteifheit (Rigor)

Muskelsteifheit (Rigor) ist typisch für die Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung). Die Steifheit entsteht, da Muskeln, die entgegen gesetzte Bewegungen ausführen, zur gleichen Zeit eine gesteigerte Grundspannung haben. Dadurch entsteht eine Steifigkeit bzw. Starre bei passiver Bewegung, wenn zum Beispiel ein Krankengymnast die Arme und Beine des Parkinson-Patienten bewegt. Aber auch der Betroffene selbst empfindet diese Steifigkeit. Die erhöhte Muskelspannung bleibt in jeder Bewegungsphase vorhanden und ist auch unabhängig von der Gschwindigkeit der Bewegung. Selbst in Ruhe kommt es zu keiner vollständigen Entspannung.

Bei der Untersuchung spricht man von dem typischen "Zahnradphänomen" – bewegt ein Untersucher die Gelenke passiv, so wird der zähe Widerstand oft ruckweise unterbrochen, was sich wie das Einrasten eines Zahnrades anfühlt. Die Muskelsteifheit ist häufig mit Rückenschmerzen oder auch mit ziehenden Schmerzen im Schulter-Arm-Bereich verbunden. Auch kommt durch den Rigor die für Parkinson-Kranke typische Körperhaltung zu Stande: Die gebeugte Haltung der Betroffenen entsteht durch den Rigor der rumpfnahen Beugemuskulatur.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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