Symptome bei Morbus Parkinson: Posturale Instabilität (Geh- und Haltungsstörungen)

Im Verlauf der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) haben die Betroffenen zunehmend Schwierigkeiten, mit dem Gehen zu beginnen, das heißt sie entwickeln Startschwierigkeiten (Freezing).

Zudem ist es schwer für sie, die Richtung zu ändern oder unvermittelt aus dem Gang anzuhalten. Sie beginnen ihren Gang nach dem Aufstehen mit kleinen Trippelschritten, meistens bessert sich dann das Gangbild nach einigen Schritten, es wird flüssiger und freier.

Stellreflexe funktionieren bei Parkinson-Patienten nicht mehr richtig

Insgesamt ist die Sturzgefahr bei Parkinson-Patienten recht hoch. Das Sturzrisiko wird verstärkt, wenn der Betroffene während des Gehens abgelenkt wird. Zudem funktionieren die Stellreflexe (posturale Reflexe) bei Menschen mit Morbus Parkinson nicht mehr richtig. Diese Reflexe dienen normalerweise dazu, passive Stöße gegen den Körper auszugleichen. Das kann zum Beispiel in einer Menschenmenge ausgesprochen wichtig sein.

Auch können bei Parkinson-Patienten sogenannte Engpassschwierigkeiten auftreten. Sie können bewegungsgehemmt sein, wenn sie enge Stellen wie zum Beispiel Türrahmen passieren sollen. Das kann zum Beispiel auch auf der Toilette – häufig ein enger Raum – eintreten. Auch bereits leichte Erhöhungen des Fußbodens können den Betroffenen Schwierigkeiten bereiten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
  • http://www.parkinson-vereinigung.de/#!die-krankheit