Symptome bei Parkinson: Verdauungs- und Blasenfunktionsstörungen

Sehr oft treten bei Parkinson-Kranken VöllegefühlSodbrennen und vorzeitiges Sättigungsgefühl auf, was durch eine verlangsamte Magenentleerung zu Stande kommt. Es lassen sich bei den Betroffenen Störungen im gesamten Ernährungstrakt von der Mundhöhle bis zum Darmausgang nachweisen, aber am unangenehmsten empfinden die Betroffenen die Verstopfung.

Vielseitige Ursachen für Verstopfung bei Parkinson

Die Ursachen für die Verstopfung sind vielseitig: Zusätzlich zu der nervlichen Regulationsstörung der eigentlichen Darmpassage können auch die bei Morbus Parkinson (Schüttellähmung) eingesetzten Anticholinergika diese Wirkung verstärken. Zudem trinken Parkinson-Kranke oft zu wenig und nehmen nicht ausreichend Ballaststoffe zu sich. Sie bewegen sich durch ihre körperlichen Einschränkungen kaum und spannen oft auch Bauch- und Beckenmuskulatur kaum an, all dies kann Ursache für die Verstopfung sein.

Inkontinenz bei Parkinson

Bei mehr als der Hälfte aller Parkinson-Kranken treten im Verlauf der Erkrankung Blasenfunktionsstörungen (Harninkontinenz) auf, die durch mehrere Faktoren bedingt sind und sich in verschiedenen Formen der Harninkontinenz zeigen können. Die Dranginkontinenz steht hierbei im Vordergrund. Die Betroffenen haben einen vermehrten Harndrang und müssen insbesondere nachts Wasser lassen. Häufig können sie dann pro Toilettengang nur wenig Urin ausscheiden, und da ihnen auch der Gang zur Toilette selbst sehr schwer fällt, kommt es häufiger zum Einnässen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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