Morbus Parkinson: Lexikon

  • Die durch SPECT erzeugten Aufnahmen zeigen, wie sich das in die Blutbahn injizierte radioaktive Arzneimittel im Gewebe verteilt. Man kann damit Stoffwechselfunktionen darstellen. Dieses Verfahren ist kostengünstiger, weniger aufwendig und weiter verbreitet als die Positronen-Emissions-Tomografie (siehe dort).
  • Gegenspieler. Eine Substanz, die beispielsweise an körpereigene Bindungsstellen (Rezeptor, siehe dort) für bestimmte Stoffe (zum Beispiel Hormone, siehe dort) andocken kann. Dadurch wird die Bindungsstelle blockiert und der Stoff, der eigentlich dort andocken sollte, kann nicht wirken.
  • Ein Anticholinergikum (auch Parasympatholytikum) unterdrückt die Wirkung des Transmitters Acetylcholin im autonomen Nervensystem. Damit werden Nervenreize, die zu einer Kontraktion der glatten Muskulatur führen, unterbrochen. So wird etwa an der Harnblase der Harnblasenmuskel gehemmt, sodass der Harndrang abnimmt. Dank ihrer bronchialerweiternden Wirkung werden Anticholinergika auch bei der Therapie von Asthma und der COPD eingesetzt.
  • Medikament mit stimmungsaufhellender Wirkung, das vorwiegend bei Depressionen, aber auch bei Angst-Erkrankungen eingesetzt wird. In einigen Fällen wird ein Antidepressivum auch zur Behandlung von Dranginkontinenz verschrieben.
  • Entspannungstechnik, mit der Stress und psychosomatische Störungen behandelt werden können. Durch Autosuggestion soll dabei ein Ruhezustand des Körpers hergestellt werden.
  • Medikamente, die Stresshormone hemmen und beruhigend wirken. Die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken, das Herz verbraucht weniger Sauerstoff. Beispiele für Wirkstoffe: Bisoprolol, Atenolol, Metaprolol, Celiprolol, Propranolol, Talinolol.
  • (Lat: „ohne Geist“); schwerwiegende Veränderung der Persönlichkeitsstruktur eines Menschen mit Einschränkungen in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Oft sind das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik betroffen. Ein Beispiel ist die Alzheimer-Demenz.
  • Ein wichtiger Nervenleitungs-Botenstoff (Transmitter). Dopamin gehört wie Adrenalin und Noradrenalin zur Gruppe der Katecholamine. Es hat eine anregende Wirkung am Herz-Kreislauf-System.
  • Störung des Sprechens (nicht der Sprache!) durch Lähmung oder gestörtes Zusammenwirken der Sprechmuskulatur mit undeutlichem, verwaschenem Sprechen. Wortwahl und Wortverständnis sind nicht betroffen.
  • Die Elektroenzephalografie ist ein Verfahren zur Messung der Hirnaktivität mittels Darstellung der Hirnströme. Das Elektroenzephalogramm ist die grafische Darstellung dieser Hirnströme. Das EEG ist eine relativ kostengünstige, mit wenig Aufwand verbundene Untersuchungsmethode und damit ein Standardinstrument in der Neurologie.
  • Aktionsströme im Muskelgewebe werden gemessen und aufgezeichnet. Dadurch lässt sich der Muskeltonus des Muskelgewebes bestimmen. Im Schlaflabor wird das EMG zusammen mit EEG und EOG zur Aufzeichnung der Schlafphasen eingesetzt.
  • Beschäftigungs- und Aktivierungstherapie; Erfassung und Behandlung von Störungen und Behinderungen durch Einsetzen und Üben ausgewählter Aktivitäten zur Erreichung einer größtmöglichen Selbstständigkeit.
  • Unfähigkeit, die Ausscheidung von Urin (Harninkontinenz) oder Stuhlgang (Stuhlinkontinenz) zu kontrollieren. Je nach Ausprägung gehen Urin und/oder Stuhlgang erst bei Anstrengungen wie Husten und Pressen ab, unter Umständen aber auch spontan.
  • Medikamente, die den Kalziumeinstrom in die Gefäße unterbinden und die Gefäße so erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck.
  • Geschlechtstrieb
  • Sprach-, Sprech- und Stimmheilkunde. Lehre der Sprachstörungen und deren Heilung.
  • Medikamente, die das Enzym Monoaminooxidase hemmen. Dieses ist für den Abbau der Nervenbotenstoffe im Gehirn verantwortlich.
  • Die Motorik betreffend. Gesamtheit der aktiven und willkürlichen Muskelbewegungen.
  • Behandlung von Krankheiten durch physikalische Einflüsse (Bäder, Licht- oder Wärmetherapie, Massagen, Krankengymnastik u.a.).
  • Bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von metabolischen Vorgängen in Zellen. Die Patienten nehmen radioaktiv markierten Zucker ein, den der Körper bei vielen Stoffwechselprozessen umsetzt oder als Energiequelle braucht. Beim radioaktiven Zerfall werden als Positronen bezeichnete positiv geladene Teilchen frei. Sie hinterlassen eine Spur, die die Verteilung des Zuckers im Gewebe oder in der einzelnen Zelle sichtbar macht. Damit werden biochemische und physiologische Funktionen abgebildet.
  • Entspannungstechnik, die der US-amerikanische Physiologe und Psychologe Edmund Jacobson entwickelt hat. Einzelne Muskelgruppen werden willentlich angespannt und danach wieder entspannt. Dadurch stellt sich nach einiger Übung eine tiefe Entspannung ein, die sich immer schneller bewusst herstellen lässt.
  • Bindungsstelle auf oder in Zellen für Signalstoffe (zum Beispiel Wachstumsfaktoren, Überträgerstoffe, Hormone), die in der Zelle bestimmte Prozesse anregen. Im Bereich des Nervensystems bezeichnet Rezeptor auch eine reizaufnehmende Nervenzelle.
  • Botenstoff, der zu den Neurotransmittern gehört.
  • Verbindungsstelle zwischen zwei Nervenzellen oder zwischen einer Nervenzelle und einem Organ, zum Beispiel der Muskulatur.
  • Mikroskopisch kleiner Spaltraum zwischen einer Synapse und der nachgeschalteten Zelle.
  • Zittern; Bewegungsstörung mit rhythmischen, wiederkehrenden Bewegungsmustern.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de