Ratgeber und Selbsthilfe: Beruf, Hobby und Alltag

Von dem Schweregrad und der Entwicklung der Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) hängt ab, ob und wie lange der erlernte Beruf weiter ausgeübt werden kann. Zur Einschätzung der Situation kann Unterstützung bei der Deutschen Parkinson Vereinigung erbeten werden, zudem sollte der behandelnde Arzt unbedingt in die Entscheidung mit eingebunden werden. Auch ein Rentenberater kann kontaktiert werden. Die Minderung der Erwerbsfähigkeit wird in Stufen von null bis hundert Prozent eingeschätzt, ebenso muss der Grad der Behinderung festgestellt werden. Ein Behindertenausweis kann beim zuständigen Versorgungsamt ausgestellt werden.

Hobbies sollte der Erkrankte möglichst beibehalten, einerseits um Fähigkeiten aufrecht zu erhalten und andererseits, um sozial eingebunden zu bleiben. Macht der Betroffene zum Beispiel gerne Gartenarbeit, so findet er spezielle Gartengeräte, die ihm seine Tätigkeit erleichtern können. Für Kartenspiele gibt es beispielsweise Spielkartenhalter, Kugelschreiber können für den Feingriff angepasst werden, es gibt ballonartige Griffverdickungen. Telefone sind mit besonders großen Tasten erhältlich.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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