Folgeerkrankungen bei Morbus Parkinson

Viele Menschen, die unter Parkinson leiden, entwickeln im Verlauf der Erkrankung eine Depression. Das kann mit den Veränderungen im Gehirn zusammenhängen, aber auch eine Reaktion auf die Schüttellähmung selbst und die eingeschränkte Lebensqualität sein.

Meist ist eine Depression bei Morbus Parkinson eher gering ausgeprägt, in seltenen Fällen kann jedoch auch eine schwere Depression auftreten. Wichtig bei der Therapie der Depression ist, dass der Parkinson-Kranke Unterstützung erfährt und ernst genommen wird. Treten depressive Phasen vor allem in Zeiten schlechter Beweglichkeit auf, kann es auch helfen, die Parkinson-Medikamente besser einzustellen.

Demenz entwickelt sich bei Parkinson schleichend

Eine ähnliche Symptomatik wie bei einer Depression kann bei einer weiteren Folgeerkrankung von Morbus Parkinson auftreten – der Demenz. Denken und Wahrnehmung sind bei beiden Folgekrankheiten beeinträchtigt. Die Demenz-Diagnostik ist bei Parkinson zudem durch die typischen Parkinson-Symptome erschwert. Die Demenz entwickelt sich bei Schüttellähmung meist schleichend. Sie kann mit medikamentösen aber auch mit nichtmedikamentösen Maßnahmen behandelt werden.

Sexuelle Störungen bei Morbus Parkinson: oft organische Ursachen

Weitere Folgen von Morbus Parkinson können sexuelle Störungen sein. Sie sind teilweise psychisch bedingt. Das bedeutet, die Libido (das Lustgefühl) nimmt entweder ab, nicht zuletzt aufgrund von Dyskinesien und Blasenfunktionsstörungen, oder es kommt sogar zu einem gesteigerten Lustempfinden. Häufiger sind sexuelle Störungen jedoch auf organische Ursachen zurückzuführen. So führt Parkinson bei Männern häufig zu einer erektilen Dysfunktion.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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