Diagnostik bei Morbus Parkinson: EEG und Tremoranalyse

Es muss betont werden, dass die Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) klinisch diagnostiziert wird und mit apparativen Untersuchungsmethoden nicht bewiesen oder ausgeschlossen werden kann. Zusatzuntersuchungen können aber wichtige Informationen für die Einschätzung des weiteren Verlaufs geben.

Diagnostik von Parkinson: neurophysiologische Untersuchungen

Zunächst werden neurophysiologische Untersuchungen durchgeführt, hierzu gehören vor allem die Messung der Hirnströme (EEG). Eine elektromyografische Untersuchung des Tremors (Zittern) und bildgebende Verfahren können zusätzlich eingesetzt werden.

Für die Tremoranalyse, die so genannte elektromyografische Untersuchung (EMG), werden dünne Nadeln in zwei oder mehrere Muskelpaare eingestochen, zum Beispiel Streck- und Beugemuskeln des Unterarms. Die Muskelaktivität wird während des Tremors über einen Elektromyographen (Aufzeichnungsgerät) abgeleitet. Damit kann man die für die Parkinson-Krankheit typische abwechselnde Anspannung von Beuge- und Streckmuskeln (Agonisten und Antagonisten) messen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.01.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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