Diagnostik bei Morbus Parkinson: Körperliche Untersuchung

Besteht der Verdacht auf Morbus Parkinson (Schüttellähmung), sollten zahlreiche körperliche Untersuchungen gemacht werden, um die Diagnose zu sichern.
  • Der Arzt kann das Zahnradphänomen prüfen und damit testen, ob der Betroffene einen Rigor hat: Bewegt ein Untersucher die Gelenke passiv, so wird der zähe Widerstand oft ruckweise unterbrochen, was sich wie das Einrasten eines Zahnrades anfühlt.
  • Den Tremor (Zittern) kann der Arzt auslösen, indem er den Betroffenen rechnen lässt, denn der Tremor wird durch geistige Anstrengung ausgelöst bzw. verstärkt.
  • Er kann eine Schriftprobe anfordern, mit der er die Akinese (Unbeweglichkeit) und Mikrographie testen kann und über den Schulterzugtest Haltungsstörungen abprüfen. Er prüft damit die veränderten Reflexe, indem er den Patienten plötzlich an den Schultern nach hinten zieht oder von vorne stößt. Wichtig ist, dass hierbei zur Sicherheit eine Hilfsperson anwesend ist. Ein Gesunder kann den Zug oder Stoß in ein bis zwei Korrekturschritten ausgleichen, ein Parkinson-Kranker braucht mehrere Schritte zum Ausbalancieren.
  • Zudem führt der Arzt eine umfassende körperliche neurologische Untersuchung durch.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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