Diagnostik bei Morbus Parkinson: Bildgebende Verfahren

In der Magnetresonanztomografie (MRT) oder auch der Computertomografie (CT) kann man zwar nicht die Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) nachweisen, man kann aber andere Krankheiten ausschließen, die ein ähnliches Beschwerdebild wie der Morbus Parkinson aufweisen.

PET: Gehirn wird Schicht für Schicht untersucht

Bei der sogenannten Positronen-Emissions-Tomografie (PET) lässt sich mit einer radioaktiv markierten Substanz, zum Beispiel [18F] Dopa, die metabolische Störung im Striatum (dem beim Morbus Parkinson unter anderem betroffenen Gehirnteil) quantitativ darstellen. Bei diesem Verfahren wird das Gehirn Schicht für Schicht untersucht.

Die radioaktiv markierte Dopaminsubstanz stellt bei Gesunden genau die Bereiche dar, in denen das Dopamin normalerweise gespeichert wird. Bei Parkinson-Patienten ist die Speicherung häufig unsymmetrisch und vor allem vermindert. Bislang ist diese Untersuchung noch sehr teuer, aber sie stellt schon im frühen Stadium der Parkinson-Krankheit gut den Dopaminmangel dar

Hirnfunktions-SPECT: Funktionelle Untersuchung

Die Single-Photon-Emissions-Computer-Tomografie (SPECT), die als J-123-FP-CIT (DaTSCAN)-Szintigrafie oder als J-123-IBZM-Szintigrafie durchgeführt wird, nutzen Mediziner zur Messung der Verteilung eines radioaktiv markierten Stoffs im Gehirn. Sie ist kostengünstiger, weniger aufwendig und weiter verbreitet als die PET.

Mithilfe einer mit leicht radioaktivem Jod markierten Substanz (J-123-IBZM) lassen sich Dopaminrezeptoren darstellen, die hinter dem Spalt zwischen zwei Nerven liegen (postsynaptisch). Mit der anderen Markersubstanz, J-123-FP-CIT, kann der Dopamintransporter vor dem Spalt (präsynaptisch) dargestellt werden.

Die PET-Untersuchung ist momentan eher wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten, während die SPECT vor allem eingesetzt wird, wenn die Diagnose schwer abzugrenzen ist.

Transkranielle Sonografie

In erfahrener Hand kann die transkranielle Sonografie angewendet werden, um schmerzlos und kostengünstig das Gehirn darzustellen. Bei dieser Methode hält der Arzt einen Ultraschall an die Schläfen des Patienten. Die Schallwellen gelangen durch den Schädelknochen und werden vom Gewebe auf unterschiedliche Weise reflektiert. Auf dem Computer wird dies als Schwarz-Weiß-Bild dargestellt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.09.2016
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
  • Technische Universität München: Hirnszintigraphie (http://www.nuk.med.tu-muenchen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=150&Itemid=157)
  • http://www.parkinson-vereinigung.de/#!die-krankheit
  • Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie: Ideopathisches Parkinson-Syndrom (http://www.dgn.org/images/red_leitlinien/LL_2016/PDFs_Download/030010_LL_langfassung_ips_2016.pdf)
  • Universitätsklinikum Tübingen: Erläuterungen: Transkranielle Sonographie (https://www.medizin.uni-tuebingen.de/Studierende/Kliniken/Neurologie/Ambulanzen/Parkinson+allgemein/Erl%C3%A4uterungen_+Transkranielle+Sonographie.html)
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