Diagnostik bei Morbus Parkinson: Bildgebende Verfahren

In der Magnetresonanztomografie (MRT) kann man zwar nicht direkt die Parkinson-Krankheit (Schüttellähmung) nachweisen, man kann aber andere Krankheiten ausschließen, die ein ähnliches Beschwerdebild wie der Morbus Parkinson aufweisen.

Bei der so genannten Positronen-Emissions-Tomografie (PET) kann mit einer radioaktiv markierten Substanz, zum Beispiel [18F] Dopa, die funktionelle Störung im Striatum (dem beim Parkinson u.a. betroffenen Gehirnteil) quantitativ dargestellt werden. Bei diesem Verfahren wird das Gehirn Schicht für Schicht untersucht. Die radioaktiv markierte Dopaminsubstanz stellt bei Gesunden genau die Bereiche dar, in denen das Dopamin normalerweise gespeichert wird. Bei Parkinson-Kranken ist die Speicherung häufig unsymmetrisch und vor allem vermindert. Bislang ist diese Untersuchung noch sehr teuer, aber sie stellt schon im frühen Stadium der Parkinson-Krankheit gut den Dopaminmangel dar.

Die Single-Photon-Emissions-ComputerTomografie (SPECT) wird zur Messung des Blutflusses im Gehirn genutzt. Sie ist kostengünstiger, weniger aufwendig und weiter verbreitet als die PET. Mit Hilfe einer mit leicht radioaktivem Jod markierten Substanz können Dopaminrezeptoren dargestellt werden, die hinter dem Spalt zwischen zwei Nerven liegen (postsynaptisch). Mit einer anderen Markersubstanz kann der Dopamintransporter vor dem Spalt (präsynaptisch), dargestellt werden.

Die PET-Untersuchung ist momentan eher wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten, während die SPECT vor allem eingesetzt wird, wenn die Diagnose schwer abzugrenzen ist.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: R. Thümler, Morbus Parkinson - Ein Leitfaden für Klinik und Praxis, Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2002
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