5-Aminosalizylsäure bei akutem Morbus-Crohn-Schub
Lange haben Mediziner vermutet, dass 5-Aminosalizylsäure-Präparate (Mesalazin) die entzündungsfreien Intervalle beim Morbus Crohn verlängern können, also eine Remissionserhaltung möglich ist. Neue Studien zeigen jedoch, dass Mesalazin wahrscheinlich nur bei der Therapie des akuten Schubes eine gewisse Wirkung hat. Mesalazin wird deshalb als Dauertherapie beim Morbus Crohn oft nicht mehr eingesetzt.
Zäpfchen und Einläufe bei Morbus Crohn im Dickdarm
In neueren Präparaten liegt die 5-Aminosalizylsäure als freier Wirkstoff vor. Um ihn vor einer vorzeitigen Aufnahme im Dünndarm zu schützen, ist er von einer Hülle umgeben, die eine Freisetzung erst ab dem unteren Dünndarm ermöglicht. Der Wirkstoff gelangt so in jene Bereiche, die am häufigsten von der Entzündung betroffen sind. Für einen eng begrenzten Befall im Rektum oder im unteren Dickdarm stehen darüber hinaus Zäpfchen, Schäume oder Einläufe (Klysmen) zur Verfügung.
5-Aminosalizylsäure hat relativ wenige Nebenwirkungen
Die 5-Aminosalizylsäure wird üblicherweise bei leichten und mittelschweren Schüben eingesetzt. Bei einem geringen Prozentsatz der Patienten kommt es zu Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Magenbeschwerden oder Fieber. In sehr seltenen Fällen sind auch die inneren Organe von Nebenwirkungen betroffen.





