Morbus-Crohn-Therapie: Medikamente im Mittelpunkt
- einen akuten Ausbruch der Entzündung einzudämmen
- chronische Entzündungen zum Abklingen zu bringen
- beschwerdefreie Intervalle möglichst lange zu erhalten (Remissionserhalt)
- ein Wiederausbrechen der Erkrankung zu verhindern (Rezidivprophylaxe)
- etwaige Begleiterkrankungen zu kontrollieren (extraintestinale Manifestationen, Ernährungsdefizite, Fisteln).
In vielen Fällen kann Morbus Crohn-Patienten nur mit einem multidisziplinären Konzept geholfen werden, dazu gehören Medikamente, eine spezielle Ernährung und Psychotherapie. In manchen Fällen ist auch eine Operation notwendig. Trotzdem spielen Medikamente - vor allem im akuten Schub - die größte Rolle.
Immunsuppressiva und Antikörper sind die Mittel der Wahl
Zur Therapie des Morbus Crohn werden heute Medikamente verwendet, die in erster Linie entzündungshemmend wirken oder die überschießende Aktivität des Immunsystems regulieren. Die wirkungsvollsten Substanzen sind Immunsuppressiva und Antikörper wie Tumornekrosefaktor-Antikörper (TNF-Antikörper).
5-Aminosalizylsäure und Kortison sollten Ärzte nur bei akuten Schüben, aber nicht mehr als Dauertherapie einsetzen. Gelegentlich setzen Ärzte auch Antibiotika ein, besonders, wenn eine Therapie mit entzündungsregulierenden Medikamenten nicht anschlägt. Auch bei Fisteln erweisen sich Antibiotika, etwa ein Präparat mit dem der Wirkstoff Metronidazol, als sinnvoll.
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