Migräne vorbeugen

Wer neue Attacken verhindern will, muss die Auslöser kennen. Mit einem Kopfschmerz-Tagebuch können Sie herausfinden, in welchen Situationen Ihre Migräne auftritt.

Notieren Sie mehrere Wochen lang wie in einem Tagebuch
  • Essensgewohnheiten,
  • Aktivitäten,
  • Wetter,
  • Ärger, Freude,
  • Besonderheiten am Arbeitsplatz.

Sie sollten das Tagebuch so lang führen, bis Sie mehrere Migräne-Tage erfasst haben und Gemeinsamkeiten festgestellt haben. Möglicherweise kennen Sie dann Ihre persönlichen Auslöser, können diese meiden und so neue Migräneattacken verhindern.

Reicht das nicht aus, kann der Arzt auch Medikamente zur Migränevorbeugung verschreiben.
Treten die Kopfschmerzen beispielsweise häufig bei Stress auf, helfen bei vielen Migränepatienten Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, Massagen, autogenes Training oder Yoga, Anfällen vorzubeugen. Auch Ausdauersport wirkt entspannend und kann, regelmäßig betrieben, die Zahl der Migräneanfälle reduzieren.

Neue Medikamante zur Migränevorbeugung

Reicht das nicht aus, kann der Arzt auch Medikamente zur Migränevorbeugung verschreiben. Neue Hoffnung für Patienten mit häufigen Migräneattacken bieten zwei neue Wirkstoffe, die allerdings noch in der klinischen Test- und Zulassungsphase sind.

Die Antikörper Erenumab und Galcanezumab wirken fast gleich: Sie binden an das entzündungsfördernde und gefäßerweiternde Neuropeptid CGRP. Einmal im Monat unter die Haut gespritzt, reduzieren die Wirkstoffe die Zahl der Migräneanfälle deutlich. Kommt es zu einer Attacke, fällt sie milder aus als ohne die vorbeugende Spritze.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.03.2018
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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