Migräne: Therapie mit pflanzlichen Mitteln

Naturheilmittel können die Migränebehandlung unterstützen. Die pflanzlichen Substanzen wirken vor allem entspannend. Kopfschmerzen können dadurch deutlich nachlassen. Bei einigen Patienten verschwinden sie ganz.

Ein Tropfen Pfefferminzöl auf Schläfen und Stirn aufgetragen – und schon entspannen sich Gefäße und Muskeln. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die diese Wirkweise bestätigen. Für Kleinkinder ist das Hausmittel gegen alle Arten von Kopfschmerzen nicht geeignet, da asthmaähnliche Zustände auftreten können. Schulkinder und Erwachsene haben den Vorteil, dass bei der Anwendung von Pfefferminzöl keine Nebenwirkungen bekannt sind.

Pestwurz verhindert Migräneanfälle

Der Extrakt aus Pestwurz wirkt krampflösend und entzündungshemmend. Dadurch ist diese Heilpflanze gegen Migräne, aber auch Spannungskopfschmerzen, Nacken- und Rückenschmerzen wirksam. Pestwurz wird hauptsächlich zur Prophylaxe angewandt. Vorbeugend eingenommen kann Pestwurz-Extrakt die Zahl der Migräneanfälle deutlich reduzieren.
In seltenen Fällen kann es zu Magenbeschwerden kommen.

Manche Betroffene haben mit Magnesiumpräparaten gute Erfahrungen gesammelt. Sie entkrampfen die Muskulatur. Durch die Entspannung kann der Kopfschmerz schwinden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.07.2018
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): S1-Leitlinie: Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne (2018); gültig bis Januar 2021.
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