Migräne: Die typischen Symptome

Migränekopfschmerzen werden als mittelschwer bis schwer, pulsierend und pochend beschrieben. In der Regel treten sie nur an einer Seite des Kopfes auf. Die Schmerzen können aber von einem Migräneanfall zum anderen oder sogar während einer Attacke die Seite wechseln.

Migräne dauert meist zwischen vier Stunden bis hin zu drei Tagen. Häufig hält die Schmerzattacke einen Tag lang an. Bewegung und körperliche Anstrengung verschlechtern die Symptome. Sogar alltägliche Handlungen wie Treppensteigen werden unmöglich. Die Schwere und Häufigkeit von Migräneanfällen nimmt bei Frauen und Männern nach dem 45. Lebensjahr oft ab.

Symptome neben dem Kopfschmerz

Migränepatienten klagen während einer Attacke häufig über Appetitlosigkeit, Geruchsempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen. Das erschwert die Einnahme von Schmerzmitteln. Viele Betroffene sind außerdem licht- und lärmempfindlich. Den eigentlichen Kopfschmerzen gehen manchmal auch andere Beschwerden voraus. Fachleute bezeichnen dies als Migräne mit Aura. Typisch dafür sind Sehstörungen oder Kribbelgefühle in den Gliedmaßen. Bei bestimmten Migräneformen kommt es während einer Aura sogar zu vorübergehenden Lähmungserscheinungen. Wenn die Kopfschmerzen einsetzen, verschwinden die „Begleitsymptome“ fast immer.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 01.08.2018
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): S1-Leitlinie: Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne (2018); gültig bis Januar 2021.
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