Bei der Therapie von Lungenkrebs kommt es auf die Art des Tumors an

Die Therapie bei Lungenkrebs (Bronchialkarzinom, Lungenkarzinom) richtet sich nach der Art des Tumors. Man unterscheidet hier zwischen kleinzelligen und nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen.

Beim kleinzelligen Lungenkarzinom teilen sich die Zellen sehr schnell. Deshalb kann hier eine Chemotherapie besonders gut wirken. Meist wird die Chemotherapie in Kombination mit einer Strahlentherapie eingesetzt. Da sich durch die schnelle Zellteilung früh Metastasen bilden, ist eine Operation bei kleinzelligen Lungenkarzinomen nur möglich, solange diese noch begrenzt sind.

Nicht-kleinzellige Lungenkarzinome sind häufiger und werden meist in einer Operation entfernt. Je nach Größe des Tumors wird ein ganzer Lungenflügel oder ein Teil davon herausgenommen. Eine zusätzliche Strahlen- oder Chemotherapie kann einen augedehnten Tumor vor der Operation verkleinern und nach der OP noch vorhandene Krebszellen töten.

Palliativtherapie bei unheilbaren Tumoren

Ist der Lungenkrebs weit fortgeschritten und kann nicht mehr geheilt werden, wird eine lindernde Therapie – eine sogenannte Palliativtherapie – eingesetzt. Sie soll den Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität erhalten. Falls der Tumor die Atmung erschwert, ist es Ziel der Palliativtherapie, diese wieder zu verbessern. Ein weiteres Ziel ist es, Schmerzen zu lindern. Speziell ausgebildete Schmerztherapeuten setzen unterschiedlich starke Schmerzmittel bis hin zu Opioiden oder Opiaten ein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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