Symptome fehlen bei Lungenkrebs oft
Lungenkrebs (auch Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom) ist tückisch, weil er meist viel zu spät erkannt wird. Im Frühstadium, wenn der Tumor noch sehr klein ist und gut behandelbar wäre, merkt der Betroffene meist gar nichts. Erst wenn der Krebs sich in der Lunge weiter ausdehnt, treten Beschwerden auf. Sie sind aber oft so uncharakteristisch, dass zunächst an andere Erkrankungen wie eine chronische Bronchitis bei Rauchern gedacht wird. Manchmal wird der Tumor zufällig auf einer Röntgenaufnahme der Lunge entdeckt, die aus einem anderen Anlass aufgenommen wurde.
Verdächtige Symptome, die auf Lungenkrebs hinweisen können, sind:
- länger dauernder Reizhusten (wenn Husten länger als 3 Wochen anhält, sollte geröntgt werden)
- Schmerzen in der Brust
- Abhusten von Auswurf mit kleinen Blutbeimengungen
- Atemnot, zunächst nur bei Belastung, später auch in Ruhe
- Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust
- Fieber
- Nachtschweiß.
Symptome, die meist erst in späterem Verlauf bei Lungenkrebs auftreten, sind:
- Schluckstörungen und Heiserkeit
- Schmerzen und Missempfindungen im Arm oder in der Hand durch Druckschädigung von Nerven im Brustkorb oder Schulter-Arm-Bereich.
- Stauungszeichen großer Blutgefäße. Eine Einengung der herznahen Venen macht sich in Form von Schwellungen im Gesichts- und Armbereich bemerkbar.
- Zu hoher Blutzucker oder Überfunktion der Schilddrüse: Kleinzellige Lungentumoren haben die Eigenschaft, selbst Hormone zu produzieren, die beispielsweise den Blutzuckerspiegel oder die Schilddrüsenfunktion stören können (paraneoplastisches Syndrom).




