Nachsorge bei Lungenkrebs gibt Sicherheit

Die Nachsorge bei Lungenkrebs – Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom genannt – startet nach der eigentlichen Therapie. Der Tumor wurde operiert, Chemo- und/oder Strahlentherapie sind nun abgeschlossen.

Die Nachsorge durch Ihren behandelnden Arzt verfolgt zwei wichtige Ziele: Zum einen soll dadurch ein Rückfall so früh wie möglich erkannt und behandelt werden. Außerdem ist es wichtig, Ihnen die Möglichkeit zu geben, Ihre Ängste und Sorgen sowie Ihren Umgang mit Einschränkungen besprechen zu können und Hilfe bei der Bewältigung der schweren Erkrankung zu erfahren.

Untersuchungsabstände werden größer

In den ersten beiden Jahren nach der Diagnose und Therapie wird Ihr Arzt Sie etwa alle drei Monate zur Untersuchung einladen – danach werden die Abstände größer. Einen festgelegten Plan gibt es nicht. Wenn Sie ein kleinzelliges Lungenkarzinom haben, werden Sie in kürzeren Abständen zur Nachsorge bestellt.

Ihr Arzt nimmt sich Zeit für Sie

Bei der Nachsorgeuntersuchung erkundigt sich der Arzt nach Beschwerden wie Atemnot, Husten, Auswurf, Heiserkeit sowie Gewichtsverlust und Schmerzen. Neben der körperlichen Untersuchung umfasst die Nachsorgeuntersuchung auch eine Röntgenaufnahme der Lunge und eine Computertomografie des Brustkorbs, eventuell auch eine Bronchoskopie und Ultraschalluntersuchung der Leber.

Tumormarker zeigen Veränderung frühzeitig an

Im Rahmen der Krebsnachsorge werden gelegentlich auch die Tumormarker im Blutserum bestimmt, insbesondere wenn vor der Behandlung eine Erhöhung gemessen wurde. Ein Anstieg des Wertes kann ein Hinweis auf ein Wiederauftreten des Tumors oder auf eine Metastasierung sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.02.2017
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dr. med. Gerlinde Souza-Offtermatt, Ärztin, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Nikolas Schönfeld, Oberarzt der Klinik für Pneumologie der Lungenklinik Heckeshorn im Helios Klinikum Emil von Behring Berlin
  • Alexander, A. (Hrsg.) et al.: Thiemes Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2001
  • Johannes-Martin Hahn: Checkliste Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2006
  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg: Krebsinformationsdienst (www.krebsinformationsdienst.de), Stand 2008
  • Gesundheitsberichterstattung des Bundes: www.gbe.de
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