Lexikon: Lungenkrebs

adjuvante Therapie: eine "unterstützende" Therapie, die zusätzlich zu der Primärtherapie (z.B. Operation) eventuell noch vorhandene Tumorreste beseitigen soll; das kann eine Strahlentherapie, Chemotherapie (Zytostatika) oder Hormontherapie sein.

benigne: Gutartig. Im Gegensatz zu den bösartigen (malignen) Tumoren wachsen gutartige (benigne) Tumore nicht über ein bestimmtes Gewebe oder Organ hinaus und bilden keine Tochtergeschwülste.

Bilobektomie: Operative Entfernung von 2 Lungenlappen

Biopsie: Entnahme einer Gewebeprobe, um sie unter dem Mikroskop auf Veränderungen zu untersuchen.

Brachytherapie: Mit Hilfe eines Bronchoskops wird eine radioaktive Substanz in den Bronchus eingebracht, die den Tumor vor Ort bestrahlt

Bronchus (Mehrzahl: Bronchien): Ast (Äste) der Luftröhre, der sich in immer feinere Äste verzweigt und in den Lungenbläschen (Alveolen) endet.

Bronchialkarzinom (Lungenkrebs): Vom Epithel der Bronchien ausgehender bösartiger Tumor.

Bronchiallavage: Spülung der Bronchien

Bronchoskopie: Endoskopie der Bronchien. Mit einem biegsamen Gerät, dem Bronchoskop, werden die Bronchien begutachtet und Gewebeproben entnommen

CEA (Carcinoembryonales Antigen): Tumormarker, an dessen Abfall oder Anstieg man den Erfolg einer Behandlung messen kann. CEA wird im Blutserum bestimmt

Chemotherapie: Mit einer Chemotherapie (Zytostatikatherapie) werden entartete Zellen behandelt. Dabei erhalten die Patienten Medikamente, die krebsverursachende Zellen abtöten oder hemmen sollen. Da auch gesunde Zellen beeinträchtigt werden, kommt es zu Nebenwirkungen wie zum Beispiel Haarausfall.

Epithel: Innere oder äußere Körperoberflächen bedeckende Zellverbände.

Feinnadelbiopsie: Mit einer feinen Nadel wird unter computertomographischer Kontrolle von außen durch die Haut Gewebe für die feingewebliche Untersuchung gewonnen. Hilfreich bei Tumoren am äußeren Lungenrand

Grading: Die Einstufung von Tumoren nach ihrer Bösartigkeit. Der Tumor wird anhand des Differenzierungsgrads seiner Zellen von G1 bis G4 klassifiziert. Je geringer der Differenzierungsgrad der Tumorzellen (z.B. G4), desto bösartiger ist ein Tumor, weil er schneller und aggressiver wächst. Gesunde Zellen sind gut differenziert.

invasiv/infiltrierend: Wachstum von Tumorgewebe in das umgebende Gewebe.

Karzinom: Vom Epithel ausgehender bösartiger Tumor.

Knochenszintigraphie: Nuklearmedizinisches Verfahren zur Darstellung der Knochenbeschaffenheit. Es wird eine radioaktive Substanz in die Vene gespritzt und dessen Verteilung innerhalb des Knochens verfolgt; wird zum Nachweis von Knochenmetastasen angewendet.

Knochenmarksdepression: Bezeichnung für eine herabgesetzte blutbildende Funktion des Knochenmarks; häufige Nebenwirkung bei Chemotherapie.

Lobektomie: Entfernung eines Lungenlappens

Maligne: bösartig

Mediastinum (Mittelfell): Raum zwischen den beiden Lungenflügeln

Mediastinoskopie: Das Mediastinum kann mit einem Endoskop in Narkose nach befallenen Lymphknoten abgesucht werden

neoadjuvante Therapie: Behandlung eines bösartigen Tumors mit Chemotherapie und Bestrahlung vor der Operation, um ihn besser operieren zu können.

Palliativ: Wenn keine Heilung mehr möglich ist, dient die palliative Behandlung dazu, dem Patienten die verbleibende Lebenszeit so schmerzarm und erträglich wie möglich zu gestalten.

Paraneoplastisches Syndrom: Beschwerden, die bei einem hormonproduzierenden Tumor wie dem kleinzelligen Lungenkarzinom durch die hormonähnliche Substanzen verursacht werden

Pneumonektomie: Operative Entfernung eines Lungenflügels

Remission: Rückbildung des Tumors; man unterscheidet zwischen Teilremission und kompletter Remission.

Rezidiv: Rückfall; erneutes Auftreten einer Krankheit.

Spirometrie: Atemfunktionsmessung. Sie wird vor einer Operation durchgeführt um zu prüfen, ob das verbleibende Lungengewebe nach einer OP noch ausreichen würde

Stent: Prothese aus verschiedenen Materialien, die das Innere von Hohlorganen (z.B. Blutgefäße, Luftröhre, Speiseröhre) offen halten soll.

Tumormarker: Substanzen, die von einigen Krebsarten gebildet werden und deren Bestimmung eine Aussage über Vorliegen und Verlauf von Krebserkrankungen geben kann

Zytostatika: Medikamente, die die Teilung von Zellen verhindern oder verzögern, werden zur Chemotherapie eingesetzt


Autoren und Quellen Weiterführende Themen

Suche nach Schlagworten:
lymphknoten, die haut, schmerzarm, blutkoerperchen, krebsarten, lungenblaeschen, abwehrschwäche, wie wird bestrahlt, chemotherapie nebenwirkung, anaemie