Lungenkrebs (Lungenkarzinom; Bronchialkarzinom)

Lungenkrebs (Lungenkarzinom, Bronchialkarzinom) ist tückisch: Weil er oft erst spät erkannt wird, sind die Heilungschancen gering. Er endet von allen Krebsarten am häufigsten tödlich. Hauptrisikofaktor ist das Rauchen – auch das Passivrauchen.

Die Zahlen des Robert Koch-Instituts sprechen eine deutliche Sprache: Lungenkrebs ist in Deutschland weiterhin die dritthäufigste Krebserkrankung. Von den jährlich über 46.000 Neuerkrankungen entfallen 33.000 auf Männer. Während Lungenkrebs bei Männern rückläufig ist, steigen die Zahlen jedoch bei Frauen an. Der Grund: Immer mehr Frauen rauchen und beginnen früher damit als noch vor wenigen Jahrzehnten. Jährlich sterben in Deutschland mehr als 40.000 Menschen an Lungenkrebs.

Chance auf Heilung bei Lungenkrebs gering

Bei keiner anderen Krebsart ist der Hauptrisikofaktor so gut und so lange bekannt wie bei Lungenkrebs: das Rauchen. Das Erkrankungsrisiko lässt sich mit einer einfachen Gleichung ausdrücken: Anzahl der gerauchten Zigaretten in Packungen täglich mal Dauer des Rauchens in Jahren ergibt die sogenannten „Packungsjahre“. Je größer deren Zahl, desto größer ist das Lungenkrebsrisiko.

Nach Expertenschätzungen sind bis zu 90 Prozent der Lungenkrebsfälle bei Männern und bis zu 60 Prozent bei Frauen auf das Rauchen zurückzuführen. Deshalb ist Nichtrauchen die beste Vorbeugung gegen Lungenkrebs. Denn ist der Krebs erst einmal da, stehen die Chancen für eine Heilung nicht gut: Nur 15 Prozent der männlichen und 18 Prozent der weiblichen Lungenkrebspatienten überleben die ersten fünf Jahre nach der Diagnosestellung.

Öffentliches Rauchverbot schützt Nichtraucher vor Lungenkrebs

Aber nicht nur Raucher sind gefährdet, der Qualm schädigt auch die Lungen ihrer Mitmenschen. Passivrauchen zählt ebenso wie Rauchen zu den Risikofaktoren für Lungenkrebs. Der Schutz der Nichtraucher spielt beim Kampf gegen den Lungenkrebs deshalb eine entscheidende Rolle.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.03.2013
  • Autor/in: Dr. Anne Dietel, Ärztin, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Dr. med. Gerlinde Souza-Offtermatt, Ärztin, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Interview mit Dr. Nikolas Schönfeld, Oberarzt der Klinik für Pneumologie der Lungenklinik Heckeshorn im Helios Klinikum Emil von Behring Berlin
  • Alexander, A. (Hrsg.) et al.: Thiemes Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2001
  • Johannes-Martin Hahn: Checkliste Innere Medizin, Georg Thieme Verlag Stuttgart, 2006
  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg: Krebsinformationsdienst (www.krebsinformationsdienst.de), Stand 2008
  • Gesundheitsberichterstattung des Bundes: www.gbe.de
  • Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.; Krebs in Deutschland 2005/2006 Häufigkeiten und Trends; 7. Ausgabe, 2010
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