Therapie bei Lungenentzündung: Antibiotika

Wenn der Arzt bei Ihnen eine Lungenentzündung (Pneumonie) festgestellt hat oder diese für sehr wahrscheinlich hält, wird er umgehend eine gezielte Behandlung einleiten.

Die wichtigste Maßnahme ist die Verordnung eines geeigneten Antibiotikums. Für die Wahl der richtigen Substanz wird der Arzt folgende Punkte vor Beginn der Behandlung abklären:
  • Wie alt ist der Betroffene?
  • Wie schwerwiegend ist die Erkrankung?
  • Welche Begleiterkrankungen liegen vor?
  • Wo hat der Betroffene sich angesteckt, zu Hause oder im Krankenhaus?
  • Sind Allergien bekannt, zum Beispiel eine Penicillin-Allergie?
Anhand dieser Informationen und zusammen mit allen anderen bereits erhobenen Krankenbefunden wird Ihnen Ihr Arzt ein bestimmtes Antibiotikum verordnen. Dieses Medikament müssen Sie genau nach Vorschrift und vor allem auch noch nach Abklingen der akuten Krankheitszeichen (Fieber, Hustenanfälle, Schwitzen etc.) weiter einnehmen. Nur dann ist ein unkomplizierter Verlauf zu erwarten und eine vollständige Abheilung der Lungenentzündung möglich.
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena, 3. Aufl. 2004
  • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.32 (August 2003), Empfehlungen der Ständigen Impfkommision (STIKO) am Robert Koch-Institut
  • T. Welte, R. Marre, N. Suttorp: Das Kompetenznetzwerk "Ambulant erworbene Pneumonie" (CAPNETZ) Internist 2004, 45: 393-401
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