Therapie bei Lungenentzündung: Antibiotika

Wenn der Arzt bei Ihnen eine Lungenentzündung (Pneumonie) festgestellt hat oder diese für sehr wahrscheinlich hält, wird er umgehend eine gezielte Behandlung einleiten.

Die wichtigste Maßnahme ist die Verordnung eines geeigneten Antibiotikums. Für die Wahl der richtigen Substanz wird der Arzt folgende Punkte vor Beginn der Behandlung abklären:
  • Wie alt ist der Patient?
  • Wie schwerwiegend ist die Erkrankung?
  • Welche Begleiterkrankungen liegen vor?
  • Wo hat der Patient sich angesteckt – zu Hause oder im Krankenhaus?
  • Sind Allergien bekannt, zum Beispiel eine Penicillin-Allergie?
Anhand dieser Informationen und zusammen mit allen anderen bereits erhobenen Krankenbefunden wird Ihnen Ihr Arzt ein bestimmtes Antibiotikum verordnen. Dieses Medikament müssen Sie genau nach Vorschrift und vor allem auch noch nach Abklingen der akuten Krankheitszeichen – zum Beispiel Fieber, Hustenanfälle, Schwitzen – weiter einnehmen. Nur dann ist ein unkomplizierter Verlauf zu erwarten und eine vollständige Abheilung der Lungenentzündung möglich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.06.2017
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena,4. Aufl. 2011
  • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.2 (2010):Influenza-assoziierte sekundär bakterielle Pneumonie – Bedeutung, Mechanismus und Therapie
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