Therapie bei Lungenentzündung: Aufenthalt im Krankenhaus

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) – vor allem bei älteren Menschen – kann auch heute noch trotz moderner Behandlungsmethoden tödlich sein. Aus diesem Grund wird der behandelnde Arzt besonders bei diesen Patienten in Abhängigkeit von Gesamtzustand und der häuslichen Versorgungssituation eine vorübergehende Einweisung ins Krankenhaus in Betracht ziehen.

Bei älteren Patienten reicht die Antibiotikatherapie oft nicht aus

Ältere Betroffene kommen durch die Lungenentzündung sehr viel schneller als jüngere Patienten in eine lebensbedrohliche Situation. Sowohl der Kreislauf als auch die Atmung sind häufig durch zusätzlich bestehende Erkrankungen weniger belastbar. Neben den allgemeinen Maßnahmen spielen bei älteren Menschen zusätzliche Maßnahmen eine große Rolle. Die Gabe von Sauerstoff, anfänglich vielleicht sogar die Verordnung des Antibiotikums über eine Infusion in die Vene und die regelmäßige Überwachung des Kreislaufs stehen hier an erster Stelle. Ergänzend ist vor allem eine gerinnungshemmende Behandlung zum Schutz vor Gerinnseln in den Beinvenen im Alter von hoher Bedeutung. Unterstützt wird diese Therapie durch Krankengymnastik und Atemtherapie.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena,4. Aufl. 2011
  • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.2 (2010):Influenza-assoziierte sekundär bakterielle Pneumonie – Bedeutung, Mechanismus und Therapie
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