Ratgeber und Selbsthilfe: Starkes Immunsystem beugt Lungenentzündung vor

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) entsteht in den meisten Fällen auf der Basis einer insgesamt geschwächten Abwehrlage. Eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität zur Stärkung des Immunsystems sind für die Vorsorge ganz wichtig.

Rauchen als Hauptauslöser von chronischen Lungenerkrankungen sollte am besten eingestellt werden. Der Verzicht auf das Rauchen fördert die lokalen Abwehrmechanismen im Atemtrakt und hilft Krankheitserreger zu bekämpfen, bevor sie die Lunge schädigen können. Für die Raucherentwöhnung werden bundesweit professionelle Raucherentwöhnungsprogramme angeboten.

Alkohol und andere Erkrankungen schwächen die Abwehr

Alles, was die körpereigenen Reserven schwächt, sollte so weit wie möglich begrenzt werden – zum Beispiel häufiger und insbesondere übermäßiger Alkoholkonsum. Alkohol dämpft das Abwehrsystems erheblich.

Grunderkrankungen wie ein Diabetes mellitus oder eine Herzschwäche, müssen frühzeitig und dauerhaft behandelt werden, da sie eine Schwächung der Abwehr bedeuten.

Das Alter als begünstigender Faktor einer Pneumonie lässt sich allerdings nicht beeinflussen. Deshalb gilt besonders für die Gruppe der Menschen über 60 Jahre eine generelle Impfempfehlung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena,4. Aufl. 2011
  • • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.2 (2010):Influenza-assoziierte sekundär bakterielle Pneumonie – Bedeutung, Mechanismus und Therapie