Eine Lungenentzündung mit Komplikationen kann den gesamten Körper gefährden

Bei extrem geschwächter Abwehr oder verzögerter Diagnose und Behandlung einer Lungenentzündung (Pneumonie) können schwerwiegende Komplikationen eintreten. Auch ein Therapieversagen kann dafür verantwortlich sein, dass sich die Entzündung in der Umgebung oder sogar im gesamten Körper ausbreitet.

Wenn das Fieber nicht fällt, ist das ein Hinweis auf Komplikationen

Dort, wo der Entzündungsherd in der Lunge sitzt, kann es zur lokalen Ausbreitung kommen. Die Mitbeteiligung des Rippenfells (Pleuritis) ist eine typische Komplikation der Lungenentzündung. Ebenso kann es zu einer abgekapselten Eiteransammlung – dem Lungenabszess – kommen. Bemerkbar macht sich das dadurch, dass das Fieber trotz Behandlung nicht fällt oder sich überhaupt erst entwickelt. Meistens haben die Betroffenen vermehrt Schmerzen beim Atmen.

Unter ungünstigen Bedingungen können sich die Erreger der Lungenentzündung über das Blut im gesamten Körper ausbreiten. Dies ist eine lebensbedrohliche Komplikation – die Sepsis. Hier ist immer unverzügliches intensivmedizinisches Handeln erforderlich, da es sehr schnell zum Nieren- und Herzversagen kommen kann.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.03.2017
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena,4. Aufl. 2011
  • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.2 (2010):Influenza-assoziierte sekundär bakterielle Pneumonie – Bedeutung, Mechanismus und Therapie
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung