Eine Lungenentzündung mit Komplikationen kann den gesamten Körper gefährden

Bei extrem geschwächter Abwehr oder verzögerter Diagnose und Behandlung einer Lungenentzündung (Pneumonie) können schwerwiegende Komplikationen eintreten. Auch ein Therapieversagen kann dafür verantwortlich sein, dass sich die Entzündung in der Umgebung oder sogar im gesamten Körper ausbreitet.

Wenn das Fieber nicht fällt, ist das ein Hinweis auf Komplikationen

Dort, wo der Entzündungsherd in der Lunge sitzt, kann es zur lokalen Ausbreitung kommen. Die Mitbeteiligung des Rippenfells (Pleuritis) ist eine typische Komplikation der Lungenentzündung. Ebenso kann es zu einer abgekapselten Eiteransammlung, dem Lungenabszess, kommen. Bemerkbar macht sich dies dadurch, das trotzt Behandlung das Fieber nicht fällt oder sich überhaupt erst entwickelt. Meistens haben die Betroffenen vermehrt Schmerzen beim Atmen.

Unter ungünstigen Bedingungen können sich die Erreger der Lungenentzündung über das Blut im gesamten Körper ausbreiten. Dies ist eine lebensbedrohliche Komplikation, die Sepsis. Hier ist immer unverzügliches intensivmedizinisches Handeln erforderlich, da es sehr schnell zum Herz- und Nierenversagen kommen kann.
  • Autor/in: Dr. med. Kathrin Fahl, Charité, Universitätsmedizin - Berlin
  • Quellen: Basislehrbuch Innere Medizin, H. Renz-Polster, J. Braun, Urban & Fischer, München/Jena, 3. Aufl. 2004
  • Epidemiologisches Bulletin (RKI), Ausgabe Nr.32 (August 2003), Empfehlungen der Ständigen Impfkommision (STIKO) am Robert Koch-Institut
  • T. Welte, R. Marre, N. Suttorp: Das Kompetenznetzwerk "Ambulant erworbene Pneumonie" (CAPNETZ) Internist 2004, 45: 393-401
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