Lungenentzündung: So stellt der Arzt die Diagnose
Bei Patienten mit einer Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine schnelle Diagnose die Grundlage für die erfolgreiche Behandlung. Anhand der Krankheitszeichen ergibt sich häufig der Verdacht auf eine Lungenentzündung. Plötzlicher, heftiger Beginn, Husten, Atemnot, Brustschmerzen und Fieber. Diese Zeichen sind jedoch nicht zwingend vorhanden; gerade bei älteren Menschen verläuft die Pneumonie ohne große Beschwerden.
Jeder Husten muss abgeklärt werden – es könnte eine Pneumonie sein
Vor jeglicher weiterführender, apparativer Diagnostik wird der Arzt bei Verdacht auf eine Lungenentzündung im ausführlichen Gespräch die Krankengeschichte und weitere Informationen erbitten (Anamnese):
- Art und Dauer der Beschwerden
- Medikamente
- Grunderkrankungen
- bekannte Allergien
- Zigaretten- und Alkoholkonsum
- Tuberkulose in der Vorgeschichte
- Auslandsaufenthalte
- Impfstatus
Körperliche Untersuchung
Durch eine Auskultation, dem Abhören von Herz und Lunge, kann der Arzt Atemgeräusch und Atemfrequenz beurteilen sowie eventuell Pneumonie-typische Begleitgeräusche feststellen. Auch Zeichen einer Mitbeteiligung des Rippenfells oder einer bestehenden Herzschwäche können entdeckt werden.
Röntgenuntersuchung
Die Röntgenaufnahme gehört zur Basisdiagnostik bei Lungenerkrankungen. Anhand des Röntgenbildes vom Brustraum kann der Arzt in vielen Fällen die Lungenentzündung ohne Probleme erkennen, ihre Lokalisation und Ausdehnung bestimmen und begleitende Erkrankungen, zum Beispiel eine chronische Lungenerkrankung oder eine Herzschwäche feststellen. Dennoch bleibt selbst mit Röntgendiagnostik eine nennenswerte Anzahl von Lungenentzündugen unerkannt.
Laboruntersuchungen
Neben der Blutentnahme, die Hinweise auf eine Entzündung im Körper und Auskunft über den Wasser- und Salzhaushalt gibt, kann die Diagnostik durch eine Untersuchung des ausgehusteten Schleims (Sputum) ergänzt werden. Mit mikrobiologischen Methoden lassen sich aus dem Sputum der Erreger bestimmen und die Medikamenten-Wirksamkeit testen. Diese Untersuchung ist jedoch sehr zeitaufwendig und häufig nicht erfolgreich.





