Therapie bei Lippenherpes: Zink und Heparin

Zinksulfat und entsprechende Kombinationen mit Heparin trocknen die Haut und damit die Bläschen bei Lippenherpes aus und wirken leicht zusammenziehend (adstringierend). Dadurch wird die Wundheilung verbessert. Zink soll außerdem das Anheften und Eindringen der Viren in gesunde Körperzellen verhindern. Das Virus kann sich dann nicht mehr ausbreiten.

In Kombination mit Heparin kann sich die virenhemmende Wirkung von Zink verstärken. Als Gel kann man die Wirkstoffkombination aus Zink und Heparin mehrmals täglich auf die betroffenen Hautstellen auftragen. Anschließend sollte man sich immer die Hände waschen. Auch hier gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser der Therapieerfolg.
Tipp
Medikamente gegen Lippenherpes sollten nicht mit den Fingern aufgetragen werden. Egal, ob Sie ein Gel oder eine Creme benutzen, verwenden Sie immer ein Wattestäbchen. Ihre Finger sollten die infizierte Haut nicht berühren, auch wenn die Bläschen schon abheilen. So verringern Sie die Ausbreitung des Lippenherpes an anderen Körperstellen oder auf andere Menschen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.08.2011
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Redaktion vitanet.de: Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
  • Infektionskrankheiten: Verstehen, erkennen, behandeln, Norbert Suttorp (Herausgeber) et al., Thieme, 2004
  • Die gesunde Haut von Reinhard K. Achenbach, TRIAS, 1996
  • Achtung, Herpes im Anmarsch, Fragen an den Arzt, PTAheute 9/2006
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