Begleittherapie bei Leukämie

Sehr wichtig bei Leukämie ist auch die Begleittherapie. Sie zielt nicht auf die Heilung des Blutkrebses sondern auf die Linderung seiner Symptome und der Nebenwirkungen der Chemotherapie ab.

Leukämiepatienten werden sehr genau überwacht. Immer wieder werden Blutbilder angefertigt, Laborwerte überprüft und besonders auf Anzeichen für Infekte geachtet. Denn durch den Mangel an funktionsfähigen weißen Blutkörperchen (Leukozyten) ist die körpereigene Abwehr des Betroffenen geschwächt. Er ist deshalb anfälliger für Infektionen, auch eigentlich ungefährliche Krankheitserreger können für ihn gefährlich werden. Zur Begleittherapie gehört es deshalb auch, dass schnell Antibiotika oder Medikamente gegen Pilzinfektionen eingesetzt werden.

Bei Anämie (Blutarmut), die durch einen Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) verursacht wird, kann eine Erythrozytentransfusion helfen. Sie lindert die Symptome wie Blässe, Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Fehlen Blutplättchen (Thrombozyten), können auch diese mithilfe einer Transfusion zugeführt werden. So wird die erhöhte Blutungsneigung bei Leukämie gesenkt.

Begleittherapie bei Chemotherapie

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Chemotherapie gehören Übelkeit und Erbrechen. Bestimmte Medikamente können hier vorbeugen und gehören deshalb meist zur Begleittherapie bei Leukämie. Mundspülungen beugen Mundschleimhautentzündungen vor, die ebenfalls oft während einer Chemotherapie auftreten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.06.2012
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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