Leishmaniose

Die Leishmaniose ist eine Krankheit, die durch Parasiten  – die Leishmanien – ausgelöst wird. Überträger sind verschiedene Arten von Sand- oder Schmetterlingsmücken.

Sandmücken übertragen Leishmaniose. © CDC/Frank Collins
Reservoir für die Leishmanien sind Nagetiere, Füchse und Hunde. Die Mücken nehmen den Erreger auf, wenn sie das Blut eines infizierten Tiers saugen. Sticht eine infizierte Mücke einen Menschen, gelangen die Parasiten in seinen Blutkreislauf und können – je nach Form – Milz, Leber, Knochenmark, Lymphknoten, Haut und Schleimhaut schädigen. Experten unterscheiden hauptsächlich drei Formen der Leishmaniose: die Haut-Leishmaniose, die innere Leishmaniose und die Schleimhaut-Leishmaniose. Die innere Leishmaniose ist unter dem Namen Kala-Azar bekannt. Sie endet oft tödlich.

Symptome und Krankheitsverlauf bei Leishmaniose

  • Bei einer Haut-Leishmaniose bildet sich eine Rötung um den Stich und später ein Geschwür.
  • Die Schleimhaut-Leishmaniose führt zu einer Zerstörung des Mund-Nasen-Bereichs. Hier können zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit 30 Jahre liegen.
  • Die innere Leishmaniose Kala Azar zeigt zunächst die Symptome wie die Haut-Leishmaniose. Die eigentliche Erkrankung beginnt oft schleichend. Hinweise können Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust und Fieber sein. Bleibt diese Form der Leishmaniose unbehandelt, schädigen die Parasiten Leber und Milz, was zum Tod führen kann.

Diagnose und Behandlung bei Leishmaniose

Die Diagnose ist je nach Art unterschiedlich. Bei einer Haut-Leishmaniose bestimmt der Arzt den Erreger durch Gewebeentnahme, bei der inneren und der Schleimhaut-Leishmaniose durch eine Blutanalyse. Der Arzt kann – je nach Schwere und Art der Leishmaniose – entweder gezielt mit Medikamenten gegen die Parasiten vorgehen oder den körpereigenen Heilungsprozess nur überwachen.

Wo kommt Leishmaniose vor?

Nach Angaben der WHO sind weltweit etwa 12 Millionen Menschen von Leishmaniose betroffen. Die Hauptrisikogebiete liegen in Mittel- und Südamerika, Afrika, Kleinasien und auf dem indischen Subkontinent. Aber auch in Südeuropa treten immer wieder Krankheitsfälle auf.
Haut-Leishmaniose © vitapublic/WHOvitapublic/WHO Weltkarte zur Verbreitung von Haut-Leishmaniose, Stand 2015
innere Leishmaniose © vitapublic/WHOvitapublic/WHO Weltkarte zur Verbreitung der inneren Leishmaniose, Stand 2015

Mögliche Impfungen gegen Leishmaniose

Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Leishmaniose.

Vorsorge gegen Leishmaniose

Die beste Vorsorge gegen Leishmaniose ist ein geeigneter Mückenschutz. Dazu zählt passende Kleidung – beispielsweise lange Hosen und Hemden – sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 04.04.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
  • World Health Organisation: Leishmaniasis – Status of endemicitiy of cutaneous leishmaniasis: 2015
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