Leberzirrhose

Die Leberzirrhose (umgangssprachlich auch als Schrumpfleber bezeichnet) ist das Endstadium eines Umbauprozesses, der bei vielen Lebererkrankungen vorkommt. Entzündliche Prozesse zerstören die Leberzellen.

Sind sie abgestorben, produziert der Körper vermehrt Kollagen, also Bindegewebe in der Leber. Man bezeichnet das als Fibrose. Die knötchenartigen Gewebeneubildungen machen das Organ härter und knotiger. Am Ende ist die normale, läppchenartige Struktur der Leber nicht mehr vorhanden, die Leber ist komplett von Bindegewebe durchzogen. Dann spricht man von Leberzirrhose.

Hinzu kommt: Das Bindegewebe schrumpft meist, was dazu führt, dass sich neue Leberzellen nicht mehr richtig entwickeln können. Die normale Blutversorgung der Leber ist bei Leberzirrhose erschwert, die produzierte Gallenflüssigkeit kann nicht mehr richtig abfließen.

Da die Leber sehr viele Aufgaben hat, wirkt sich dieser Umbauprozess erheblich auf den gesamten Körper aus. Denn das neu gebildete Bindegewebe kann die Funktionen des Organs nicht erfüllen. Viele verschiedene Symptome und Komplikationen können auftreten. Beispielsweise produziert die Leber bei einer Leberzirrhose weniger Eiweiß. Dies führt zu einem Abbau von Muskelmasse und zu Blutgerinnungsstörungen.

Verschiedene Ursachen für Leberzirrhose

Von Alkohol bis hin zu Viren: Viele verschiedene Erkrankungen der Leber können zu einer Leberzirrhose führen. Dazu gehören zum Beispiel:
Aber auch andere Krankheiten, die zunächst nicht die Leber betreffen, wie beispielsweise eine Rechtsherzinsuffizienz können eine Leberzirrhose auslösen.

Leberzirrhose: Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund

Eine Leberzirrhose ist das Endstadium vieler Lebererkrankungen. Die Schäden, die einmal entstanden sind, sind irreversibel, sie können also nicht wieder rückgängig gemacht werden. Das heißt, gegen die Leberzirrhose selbst gibt es keine Therapie. Deshalb ist es sehr wichtig die Grunderkrankung, wie etwa eine Hepatitis-Infektion rechtzeitig und ausreichend zu behandeln. Ob es bereits zu einer Bildung von Bindegewebe gekommen ist, lässt sich mit bestimmten Diagnosemaßnahmen, wie einer Leberbiopsie, feststellen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.07.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; Christina Wiener, Medizinredakteurin
  • Quellen: Internisten im Netz: Leberzirrhose: http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-eine-leberzirrhose_100.html
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