Therapie bei Lebererkrankungen

Die Therapie bei Lebererkrankungen richtet sich nach Art und Ursache der Krankheit. Eines ist jedoch bei allen Lebererkrankungen gleich: Die Betroffenen sollten Substanzen meiden, die die Leber weiter schädigen können.

Dazu gehören zum Beispiel Alkohol und Medikamente. Zudem ist eine fettarme, gesunde Ernährung bei Krankheiten der Leber sehr wichtig. Übergewichtige Menschen sollten versuchen abzunehmen. Auch der Blutzucker bei Diabetikern sollte immer gut eingestellt sein.

Autoimmunhepatitis:

Autoimmunhepatitis wird meist medikamentös behandelt: mit Kortison und Immunsuppressiva.

Eisenspeicherkrankheit:

Bei der Eisenspeicherkrankheit wird ein regelmäßiger Aderlass als Therapie eingesetzt. In Einzelfällen helfen auch Medikamente mit dem Wirkstoff Deferasirox.

Fettleber:

Bei Patienten mit einer Fettleber ist es am wichtigsten, die Ursachen für die Erkrankung zu beseitigen. Das kann der Verzicht auf Alkohol sein, eine Gewichtsabnahme oder eine bessere Blutzuckereinstellung bei Diabetes mellitus.

Leberzellkrebs:

Das Stadium der Erkrankung ist bei Leberzellkrebs ausschlaggebend für die Therapie. Nur im Frühstadium bestehen gute Chancen auf eine Heilung. Später können verschiedene Therapiemaßnahmen die Lebenszeit verlängern.

Leberzirrhose:

Die bereits entstandenen Schäden können bei einer Leberzirrhose nicht rückgängig gemacht werden. Wichtig ist vor allem, die Grunderkrankung ausreichend zu behandeln, um ein weiteres Fortschreiten der Leberzirrhose zu verhindern. Im Endstadium ist eine Lebertransplantation nötig.

Morbus Wilson:

Bei Morbus Wilson können verschiedene Medikamente helfen, die entweder die Kupferausscheidung über den Urin erhöhen oder die Kupferaufnahme über den Darm hemmen.

Primär biliäre Zirrhose:

Mit Ursodeoxycholsäure, einer natürlichen Gallensäure, können die Leberfunktion und die Laborwerte von Patienten mit primär biliärer Zirrhose meist verbessert werden.

Primär sklerosierende Cholangitis:

Auch bei der primär sklerosierenden Cholangitis nimmt der Patient ein Leben lang Ursodeoxycholsäure ein. Zudem kann eine Ballondilatation helfen.

Polyzystische Lebererkrankung:

Die polyzystische Lebererkrankung muss nur behandelt werden, wenn Beschwerden auftreten. Dann stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.07.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; Christina Wiener, Medizinredakteurin
  • Quellen:
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