Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase, Gamma-Glutamyl-Transpeptidase)

Gamma-GT, ausgeschrieben Gamma-Glutamyl-Transferase oder auch Gamma-Glutamyl-Transpeptidase, ist ein Enzym, das in vielen Organen und Geweben vorkommt, etwa in der Leber, den Nieren, den Gallengängen, der Bauchspeicheldrüse und der Milz. Die Gamma-GT spielt eine wichtige Rolle im Eiweißstoffwechsel.

Auf eine Reihe von Lebererkrankungen und Krankheiten der Gallenwege reagiert der Gamma-GT-Wert sehr empfindlich. Er ist erhöht bei einem Gallenrückstau, bei akuter und chronischer Virushepatitis, bei Fettleber und bei Autoimmunerkrankungen der Leber wie etwa der primär biliären Zirrhose. Zu hohe Werte treten typischerweise auch bei Alkoholabhängigkeit oder der Einnahme bestimmter Medikamente auf. Neben Leber- und Gallenerkrankungen können Diabetes mellitus, einen Herzinfarkt, Nierenerkrankungen oder Umweltgifte die Gamma-GT-Werte nach oben schnellen lassen.

Normwerte für Gamma-GT

Bei einer Körpertemperatur von 37 Grad Celsius sollten Männer einen Wert von weniger als 66 U/l (Units pro Liter) Gamma-GT im Blut haben. Für Frauen liegt der Normwert unter 39 U/l. Beachten Sie jedoch, dass die Messwerte methodenabhängig sind und von Labor zu Labor schwanken können. Zu niedrige Gamma-GT-Werte bleiben ohne Krankheitswert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.07.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; Christina Wiener, Medizinredakteurin
  • Quellen: Internisten im Netz: Blutbild – Erklärung Gamma-Glutamyltransferase: http://www.internisten-im-netz.de/de_gamma-glutamyltransferase_1348.html
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