Alkalische Phosphatase (AP)

Unter Alkalischer Phosphatase (AP) wird eine Gruppe von 15 verschiedenen Enzymen zusammengefasst. Sie werden in der Leber, in den Gallenwegen, aber auch in vielen anderen Organen gebildet.

Die Werte der Alkalischen Phosphatase (AP) im Blut lassen Aussagen über die Ausscheidungsfunktion der Leber und die Durchgängigkeit der Gallenwege zu. Erhöhte Werte deuten auf einen Gallenrückstau hin, der bei bestimmten Lebererkrankungen auftreten kann. Beispielsweise wenn die Wände der Gallenkanäle entzündungsbedingte Schäden aufweisen, staut sich die Gallenflüssigkeit häufig.

Alkalische Phosphatase auch durch andere Ursachen erhöht

Erhöhte Werte für die Alkalische Phosphatase können jedoch nicht nur durch Lebererkrankungen verursacht werden. Sie können auch andere Ursachen haben. Die AP-Werte sind beispielsweise auch bei Erkrankungen der Knochen (etwa bei Knochenbrüchen) höher. Wenn Kinder und Jugendliche wachsen sowie aufgrund der Bildung der Plazenta während einer Schwangerschaft können ebenfalls erhöhte Werte auftreten.

Normwerte für die Alkalische Phosphatase

Im Normalfall liegen die Werte für die Alkalische Phosphatase bei Männern zwischen 40 und 129 U/l (Units pro Liter) und bei Frauen zwischen 35 und 104 U/l. Diese Werte gelten für eine Körpertemperatur von 37 Grad Celsius und sind abhängig von der Messmethode.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.07.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; Christina Wiener, Medizinredakteurin
  • Quellen: Internisten im Netz: Blutbild – Erklärung Alkalische Phosphatase: http://www.internisten-im-netz.de/de_alkalische-phosphatase_1317.html
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