Therapie der Laktoseintoleranz: Meidung von Laktose

Heilen lässt sich eine Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) nicht – außer sie tritt im Rahmen einer therapierbaren Grunderkrankung auf. Durch eine Therapie können können sich jedoch die Symptome wie Durchfall und Blähungen lindern.

Das Wichtigste bei der Therapie der Laktoseintoleranz ist es laktosehaltige Lebensmittel zu meiden. Hierbei sollte auf möglichst viele Lebensmittel mit Laktose verzichtet werden. Oft ist kein vollständiger Verzicht notwendig, da die Menge des aufgenommenen Milchzuckers für die Stärke der Symptome entscheidend ist.

Ist die Laktoseintoleranz durch eine Krankheit bedingt, sollte neben der Ernährungsumstellung die Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund stehen.

Gabe von Laktase

Bei stark laktosehaltigen Lebensmitteln kann durch eine zusätzliche Gabe des fehlenden Enzyms Laktase der Grad der Symptome verringert werden. Dies sollte jedoch nur in Ausnahmefällen erfolgen. Wenn eine strenge, laktosemeidende Diät zur Linderung der Symptome eingehalten werden muss, sollten Sie zusätzlich Kalzium zu sich nehmen, um Mangelerscheinungen wie das Entstehen einer Osteoporose zu vermeiden.

Gut ist, wenn Betroffene oft kalziumreiche Lebensmittel wie zum Beispiel Brokkoli, Grünkohl oder Mandeln essen. Auch in bestimmten Mineralwassersorten ist besonders viel Kalzium enthalten.

Vorsicht vor versteckter Laktose

Menschen mit einer Laktoseintoleranz sollten sich am besten immer die Angaben auf der Verpackung anschauen, bevor sie ein Produkt kaufen. Denn in Produkten wie Fertiggerichten oder Keksen ist oft Laktose enthalten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Martina A. Sersch, Dr. med. P. Kittner-Schäfer; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung