Ernährungstipps bei Laktoseintoleranz

In der Lebensmittelindustrie wird Produkten häufig Laktose zugesetzt. Bei vielen Backwaren, Fleisch-, Fischerzeugnissen und Ähnlichem gibt es keine Zutatenliste. Hier müssen Sie beim Kauf nachfragen, ob das Produkt laktosefrei ist. Bei verpackten Lebensmitteln sollten Sie die Zutatenliste auf den Gehalt an Milchzucker überprüfen.

Vorsicht vor versteckter Laktose

Bei Medikamenten können Sie sich am besten bei Ihrem Arzt oder Apotheker erkundigen, ob das Präparat laktosefrei ist. Hierdurch lassen sich viele Fehlerquellen vermeiden und die Beschwerden, die durch eine übermäßige Aufnahme von Laktose entstehen, verhindern.

Vermeidung von Mangelernährung

Wichtig bei der Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) ist es, eine Unterversorgung mit bestimmten Mineralien zu vermeiden. In erster Linie ist hierbei an Kalzium zu denken. Der Körper zieht seine Kalziumreserven größtenteils aus Milch und Milchprodukten. Eine zu geringe Aufnahme kann schlimmstenfalls zu Osteoporose führen. Deshalb sollte der Bedarf an Kalzium bei einer Laktoseintoleranz möglichst über andere Lebensmittel gedeckt werden.

Dazu eignen sich vor allem kalziumreiche pflanzliche Lebensmittel wie Grünkohl, Brokkoli und Fenchel). Kalziumreiche Mineralwässer (mindestens 150 Milligramm Kalzium pro Liter) und mit Kalzium angereicherte Fruchtsäfte sind eine weitere Möglichkeit, die Kalziumzufuhr anzuheben. Gegebenenfalls ist nach Rücksprache mit einem Arzt an eine Substitution durch Kalziumpräparate – zum Beispiel im Wachstum, während der Schwangerschaft und der Stillzeit – zu denken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Martina A. Sersch, Dr. med. P. Kittner-Schäfer; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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