Diagnose der Laktoseintoleranz

Eine erste Diagnose der Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) kann häufig schon mit dem sogenannten Auslassversuch gestellt werden. Hierbei wird auf Lebensmittel mit Laktose in der Ernährung verzichtet. Tritt daraufhin eine Besserung der Symptome ein, weist dies auf eine Milchzuckerunverträglichkeit hin.

Diagnose durch Laktose-Toleranztest und H2-Atemtest

Anschließend kann mithilfe einfacher klinischer Tests die Diagnose der Laktoseintoleranz untermauert werden. Hierfür steht zum Beispiel der Laktose-Toleranztest zur Verfügung. Vor dem Test wird dem Patienten eine bestimmte Menge Milchzucker verabreicht. Anschließend misst der Arzt stündlich den Glukosespiegel im Blut. Steigt der Blutzuckerspiegel deutlich an, ist das ein Anzeichen dafür, dass der Patient wahrscheinlich nicht unter Laktoseintoleranz leidet.

Eine weitere Möglichkeit, um einen Laktasemangel nachzuweisen, ist der H2-Atemtest. Auch hier bekommt der Patient eine bestimmte Menge Laktose zu trinken. Wenn er eine Milchzuckerunverträglichkeit hat, wird die Laktose nicht in seinem Dünndarm, sondern in seinem Dickdarm gespalten. Die Dickdarmbakterien produzieren bei der Verstoffwechselung der Laktose Wasserstoff, der in das Blut übergeht. Von dort gelangt der Wasserstoff in die Ausatemluft und kann deshalb mithilfe eines Atemtests nachgewiesen werden.

In einzelnen Fällen kann eine Dünndarmbiopsie die endgültige Diagnose stellen, dies ist meist jedoch nicht notwendig.

  • Autor/in: Dr. med. Martina A. Sersch, Dr. med. P. Kittner-Schäfer
  • Quellen: Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Krankheiten von Magen, Darm und Leber sowie von Störungen des Stoffwechsels und der Ernährung (Gastro-Liga e.V.): Ratgeber für Patienten: Milchzuckerunverträglichkeit Laktoseintoleranz
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